Zahlreiche Kinder, Eltern und Grosseltern packten an und engagierten sich für das Wohl der Insekten und Wildbienen. Runde Scheiter mit eingebohrten Löchern, Tannenzapfen, Pflanzenstängel, Bambusröhrchen, Schilf, Lehm und vieles mehr dienen als Innendekoration der Nisthilfen für Insekten und Wildbienen. Ob in speziell dafür angefertigten Häuschen oder aber in alten Weinkisten – Wohnungen für Wildbienen kann man fast überall einrichten.

«Wildbienen sind für die Natur ebenso wichtig wie Honigbienen, denn sie bestäuben nicht dieselben Pflanzen», erklärt Daniela Ruetsch, Präsidentin der Umweltkommission Lüterkofen. 45 Prozent der in der Schweiz lebenden Wildbienen-Arten sind bedroht, und zwar in erster Linie weil es an Nistplätzen mangelt. Altholz, Laub und Steine wurden aus Gärten verbannt, Hecken wurden abgeholzt und die Wildbienen wurden damit vertrieben. «Dies ist problematisch, denn wenn die Bienen verschwinden, verarmt auch die Vielfalt der Pflanzen und damit die Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier», so Daniela Ruetsch. Sie hat den gemeindeübergreifenden Anlass ins Leben gerufen. In Lüterkofen stiess der Anlass auf grosses Interesse. Im Werkraum bei der alten Turnhalle waren bereits am Morgen alle Werkbänke besetzt. Das bereitgestellte Material wurde fleissig genutzt. Die zehnjährige Lea Zumstein stellte nach dem ersten gleich noch ein zweites Bienenhotel her und die Schwestern Annina, Nadine und Linda arbeiteten mit ihren Eltern an einem besonders grossen Exemplar.

Auch in anderen Gemeinden wurde gebaut. In Tscheppach entstand ein Gemeinschaftswerk beim Waldhaus. Lukas Schreiber, der dort tatkräftig anpackte, erklärte: «Wir möchten, dass die Leute unser Bienenhotel sehen und sich davon inspirieren lassen.» Ziel ist es schliesslich, dass alle Leute solche Nisthilfen in ihre Gärten stellen.