Bellach

Neue Bellacher Turnhalle: Viel Lob und ein paar offene Fragen

So soll die neue Turnhalle in die Umgebung eingepasst werden. zvg

So soll die neue Turnhalle in die Umgebung eingepasst werden. zvg

Die neue Turnhalle beim Kaselfeld-Schulhaus rückt in greifbare Nähe. Die Bellacher sind voll des Lobes für die geplante Dreifachturnhalle. Auch Gemeinderat und Holzbauer Beat Späti lobte das Projekt.

Rund 50 Einwohner liessen sich am Dienstag an einer Informationsveranstaltung über das Projekt informieren. Grundsätzliche Kritik am Bauvorhaben blieb gänzlich aus, vielmehr erhielten die Verantwortlichen vom Publikum Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit.

Auch Gemeinderat und Holzbauer Beat Späti lobte das Projekt. Er betonte jedoch, dass man eine Bauweise mit Holz nicht per se ausschliessen dürfe. Zwar ist das bestehende Kostendach von 7,8 Mio. Franken ziemlich ausgereizt. Bei einer Kostengenauigkeit von momentan noch etwa 10 Prozent hat Späti die Hoffnung auf diese Bauart aber noch nicht begraben.

Die Mehrkosten für einen Holzbau bezifferte Roger Gut, Geschäftsführer der Maj Architekten AG, auf rund 310000 Franken, «allerdings mit einer Genauigkeit von plus-minus 20 Prozent». Ausserdem passe eine Turnhalle im Stahlbau, wie sie das Projekt vorsieht, optisch besser zu den restlichen Gebäuden des Kaselfeld-Schulhauses. Schliesslich seien diese ja ebenfalls in dieser Art und Weise gebaut worden.

Baugesuch wird verschoben

Das Baugesuch für die Turnhalle wird jedoch, anders als geplant, nicht bereits Ende März eingereicht. Aufgrund der festgestellten Unwägbarkeiten beim Baugrund (wir berichteten) wird eine Pfählung des Untergrunds nötig. Die finanziellen Auswirkungen dieser Massnahme konnten die Verantwortlichen jedoch nicht beziffern. «Wir wissen noch zu wenig, um bereits eine verbindliche Antwort geben zu können», erklärte Roger Gut.

Die neue Halle soll nördlich der Aula entstehen. «Unsere Aufgabe war, nicht einfach ein komplett fremdartiges Gebäude hinzustellen, sondern eine Halle, die in die bestehende Anordnung dieses Schulareals hineinpasst, sowohl räumlich als auch optisch», erklärte Gut. Aus diesem Grund und aus finanziellen Überlegungen seien denn auch die Werkstoffe Stahl und Beton gewählt worden.

Mehr Parkplätze

Das Parkplatz-Angebot rund um das Schulhaus wird von heute 38 auf neu 44 Plätze erweitert. Mögliche Befürchtungen über zunehmenden Verkehr hielt Gut entgegen, dass die Anzahl Sportler und die nutzbare Fläche für sportliche Aktivitäten gleich gross wie bisher blieben.

Geplant sei schliesslich, die bestehenden Turnhallen auf der Ostseite des Schulgeländes rückzubauen. Auch auf energetisch-ökologische Fragen ging Roger Gut ein: «Die Halle wird an die bestehende Pellet-Heizzentrale angeschlossen.» Dass sich möglicherweise auch kleinere Gebäude wie Einfamilienhäuser daran anschliessen könnten, schloss er jedoch aus: «Die Anschlusskosten sind dermassen hoch, dass eine solche Anbindung einfach unrealistisch ist.»

Teure Energie-Varianten

Auf Wunsch des Gemeinderats untersuchte das Architekturbüro auch Möglichkeiten zur alternativen Energiegewinnung. Die Installationen für eine Solaranlage würden rund 160000 Franken Zusatzkosten verursachen. Eine Photovoltaikanlage schlüge mit Mehrkosten von 470000 Franken zu Buche.

Allerdings kosteten die nötigen Tragwerkanpassungen für Letztere «nur» rund 30000 Franken. Diese könnten jetzt bereits ausgeführt werden. Damit würde bereits jetzt eine wichtige Voraussetzung für eine eventuelle spätere Installation einer Photovoltaikanlage geschaffen.

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