Parktheater

«Motown» brachte den schwarzen Groove auf die Bühne des Parktheaters

Mit dem Stück «Motown – die Legende» wurde am Sonntag im Parktheater das Kultlabel gefeiert. Die Professionalität der Künstler, Choreografie und ausdrucksstarken Stimmen begeisterten das – leider spärliche – Publikum.

Es war ein gelungener Abend. Fünf junge schwarze Sänger proben für eine Show und erzählen die Story des Plattenlabels, das zu den erfolgreichsten der Welt zählt. Die stimmgewaltigen Vokalisten, wie auch die Choreografien und der Groove der Band, stellten in einem fulminanten Programm, authentisch vorgetragen, ihre unverkennbaren Qualitäten unter Beweis.

Sie liessen den Abend für das spärliche Publikum im Parktheater mit einem Cross-over-Konzert zur musikalischen Begegnung werden. Man muss sich fragen: Wo waren die Grenchner? Oder anders ausgedrückt, was muss man eigentlich auf die Bühne bringen, um das Publikum ins Theater zu locken? Entspricht doch die Auswahl im Theaterprogramm einer Momentaufnahme nach dem gegenwärtigen Stand im Angebot der Theaterschaffenden.

Doch zurück zum Stück: Berry Gordy und Martin Luther King haben einen Traum. Der eine träumt von einer schwarzen Musikfabrik, die einen Hit nach dem anderen produziert. Der andere träumt vom Ende der Diskriminierung der Schwarzen. Während es King gelingt, die Bürgerrechtsbewegung voranzubringen, gründet Berry Gordy in Detroit das Plattenlabel «Motown».

Mit afroamerikanischen Künstlern wie Marvin Gaye, The Temptations, Diana Ross und the Supremes, Stevie Wonder und The Jackson Five produziert er einen Welthit nach dem anderen.

Dem Label gelingt es, einen unverkennbaren Sound, «The Sound of young America», zu kreieren, der Generationen zum Tanzen bewegte und Balladen hervorbrachte, die Herzen schmelzen liessen.

Zwischen 1961 und 1971 in den erfolgreichsten Jahren des Labels veröffentlichte Motown 537 Singles. 357 kamen in die amerikanischen Charts, 110 davon in die Top Ten. Acht wurden Nummer-1-Hits. Keine andere Plattenfirma war jemals so erfolgreich.

Auch das Grenchner Publikum kam in den Genuss von Nummern wie: «My Girl, Dancing in the Street, Stop! In The Name of Love. Knock On Wood oder Papa was a Rolling Stone, Baby Love» und noch viele mehr.

Mit ausgefeilten Choreografien heizte das Ensemble Tertia Botha, Marion Champell, David Michael Johnson, Alvin Le-Baas und Wilson D. Michaels ein. Die Band mit Hans Kaul, Martin Werner, Joscha Glass, Michael Hennig und Momme Boe, hielt das Publikum kaum noch in den Sitzen. Alles in allem ein äusserst vergnüglicher Abend.

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