Aktionstag Bolken
Mittels Arbeit für den See sensibilisieren

Bereits zum dritten Mal wurde ein Aktionstag am Inkwilersee durchgeführt

beatrice meier
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Mittels Arbeit für den See sensibilisieren

Mittels Arbeit für den See sensibilisieren

Solothurner Zeitung

«Es freut mich, dass so viele gekommen sind», begrüsste Organisatorin Rita Beer (Bolken) im Namen der Arbeitsgruppe Sanierung des Inkwilersees die Anwesenden zum Naturtag. Er wurde bereits das dritte Mal durchgeführt, denn man möchte etwas Sinnvolles für den See tun. Beer erklärt: «Wir wollen die Leute für die Problematik um den See sensibilisieren.» Probleme sind vor allem die Verlandung oder die Wasserqualität. Mit der Teilnahme am Aktionstag können die Leute zeigen, dass ihnen der Inkwilersee wichtig ist. Die zahlreichen Anwesenden bestätigten das, denn sie waren alle mit Handschuhen und Gartenschere, Rechen oder Motorsäge ausgerüstet und voller Tatendrang. Am Tag zuvor wurden bereits gelbe Bändel rund um den See angebracht, um zu signalisieren, was weg muss. Die Entscheidung darüber haben Fachleute abgegeben: «Der Inkwilersee hat schon lange nicht mehr seine natürlichen Zustände», erklärt Jonas Lüthi von der Abteilung Natur und Landschaft des Amtes für Raumplanung, die ungefähr hundert kantonale Naturreservate betreut. Man habe bereits im Vorfeld geholzt, denn es hatte zu viele Bäume. Die Feinarbeit muss aber noch gemacht werden, ohne die Vorschriften des Naturschutzes ausser Acht zu lassen.

Brombeeren müssen weg

Die Helfer werden angewiesen, keine neuen Asthaufen zu machen, sondern bestehende aufzustocken und zu stauchen. Den einheimischen Brombeeren solle man eine Chance geben, wenn sie beispielsweise auf einem der Haufen wachsen. Aber ansonsten sollen die einheimischen, wie die armenischen, Brombeeren gerodet werden. Beer erklärt: «Wir wollen anderen Pflanzen Raum lassen.» Wenn man nichts tun würde, so wäre bald alles zugedeckt. Die Freiwilligen wurden in vier Gruppen eingeteilt mit je einem Gruppenleiter. Jeder von ihnen betreut einen Abschnitt des Seeufers. «Gebt acht, gerade mit den Maschinen», warnte Beer noch, bevor die vier Gruppen sich auf den Weg machen.

Eine jüngere See-Liebhaberin ist Karin Isenschmid aus Bolken. Sie geht gerne im Inkwilersee baden, denn sie findet ihn schöner als den nah gelegenen Burgäschisee. Sie bekennt: «Ich war schon die letzten Jahre dabei.» Auch Erich Herzig aus Obersteckholz hilft mit. Er ist im Vorstand des Naturschutzvereins Rütschelen und kennt den See gut: «Ich helfe gern – für die Natur.»

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