Damit man die Folgen der Silvesternacht besser bewältigt, gibt Ernährungsberaterin Michelle Bur folgende Tipps. «Grundsätzlich gilt: Viel Wasser trinken. Wer an Silvester schon für jedes Glas Alkohol jeweils gleich auch ein Glas Wasser zu sich genommen hat, dem geht es am heutigen Tag besser. Tatsache ist: Unser Körper erkennt den Alkohol als Gift und will die Substanz daher möglichst schnell wieder loswerden.

Deshalb auch der verstärkte Gang zur Toilette während des Alkoholkonsums. Das führt dann aber dazu, dass unser Körper gerne dehydriert wird, was wir dann am folgenden Morgen spüren. Nachbrand – wie man so schön sagt.»

Die übelsten Folgen des Katers mildern

Wer ein paar Tipps beherzigt, der kann die übelsten Folgen des Silvesterkaters mildern und sich das Neujahrskonzert in voller geistiger Frische anhören. «Schon vor dem Einschlafen hilft es, nochmals viel Wasser zu trinken», sagt Michelle Bur. «Es gibt auch Personen, die auf die Einnahme eines Aspirins vor dem Zubettgehen schwören, um die übelsten Folgen dämpfen zu können. Das wirkt nicht bei jedermann, und deshalb muss es jeder persönlich austesten.»

Am Morgen danach sollte also der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt möglichst schnell wieder ausgeglichen werden. Das Trinken von ausreichend Mineral- oder Leitungswasser löscht den ersten Durst, Tomatensaft – mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt – liefert dem Körper reichlich Mineralien. Zu empfehlen ist natürlich auch ein Glas frisch gepresster Orangensaft, denn das Vitamin C hilft der Leber, Alkohol abzubauen. Dem Körper das ausgeschwemmte Salz zurückzugeben, mindert die Übelkeit.

Rollmöpse oder Lachsbrötchen

Deshalb ist das ganz klassische Katerfrühstück, salzhaltige Rollmöpse oder Lachsbrötchen, zu empfehlen. Wer nicht in der Lage ist, etwas Grösseres zu essen, sollte auf jeden Fall Salzstängeli knabbern oder sich eine heisse Bouillon gönnen und damit versuchen, den Salzhaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Auch Vollkornbrot ist in dieser Situation eine gute Wahl.

Wahre Wunder soll auch ein währschaftes Honigbrot wirken, das haben Forscher der amerikanischen National Headache Foundation herausgefunden. Wenn die Kopfschmerzen gar nicht weggehen wollen, nützt vielleicht ein starker Espresso oder dann letztlich eine Kopfschmerztablette.

Hart wird es für diejenigen, die am Neujahrstag noch eine Einladung haben und deshalb einigermassen frisch aussehen sollten. Unser Tipp: Gegen geschwollene Augen helfen mit schwarzem Tee getränkte Wattepads, die man sich zehn Minuten auf die geschlossenen Augenlider legt. Und wer sich dann immer noch schrecklich fühlt, der soll sich ein Herz nehmen und – egal, bei welchem Wetter – die Schuhe anziehen und sich eine Stunde an der frischen Luft bewegen.