Balsthal
Mit der Badi «Moos» hat Balsthal einen eigenen «Berner Bundesplatz»

Am Samstag eröffnet die frisch renovierte Badi «Moos» in Balsthal. Neue Hauptattraktion ist der zehn Meter hohe Turm mit den beiden Rutschbahnen.

Lucien Fluri
Drucken
Teilen
Die Speedrutsche ist zehn Meter hoch
8 Bilder
Nino Joller, Gemeinderat und Präsident Spezialbaukommission vor den Hauptattraktionen
Auch im Kinderplanschbecken wird dann Wasser sein
Am Dienstag ist noch nicht alles fertig
Die Badi Balsthal
Am Samstag wird zur Eröffnung alles bereit sein
Strömungskanal und Whirlpool gehören zu den Attraktionen
Eröffnung der Badi Balsthal

Die Speedrutsche ist zehn Meter hoch

Solothurner Zeitung

Zwei Männer in Neoprenanzügen stehen im Wasser. Mit einem Sandstrahler rauen sie die Betonoberfläche um den Beckenrand auf – damit nach der Eröffnung am Samstag niemand ausrutscht. Überall sind Handwerker. Sie setzen letzte Steinplatten, malen männliche und weibliche Figuren auf die Garderobenwände und verlegen Rollrasen auf der braunen Erdoberfläche. Es ist Endspurt im Freibad Moos. Morgen Samstag um 10 Uhr wird Nino Joller, Gemeinderat und Präsident der Spezialbaukommission, ein fertig saniertes Freibad an die Bevölkerung übergeben.

«Wie ein Bundesplatz»

Balsthal hat sich nicht lumpen lassen. Strömungskanal und Sprudelbad locken im Nichtschwimmerbecken. Fontänen spritzen im und neben dem Becken in die Höhe. «Es ist wie auf dem Bundesplatz in Bern», erklärt Nino Joller. Hauptattraktion ist der zehn Meter hohe Turm mit den beiden Rutschbahnen. Eine deutsche Spezialfirma hat sie gebaut. Die Klassifizierung ist wie bei den Skipisten. Die Speedrutsche gilt als «schwarz», die Breitwellenrutschbahn läuft als «blaue Piste».

Einigen Mut braucht es bei der Speedrutsche: Fast senkrecht hinunter gehen die ersten Meter nach dem Start. Erst wenn ein Benutzer unten ausgestiegen ist, öffnet sich oben die Türe für den nächsten. Im Planschbecken locken Düsen, «Schifflibach» und Rutschbahn die kleinsten Badibesucher. Sonnenschirme im Wasser schützen sie.

Zwischen den drei Becken liegt die Bademeisterplattform. Von dort hat Chefbademeister Michel Baumann den Überblick über alle Anlagen. «Am Anfang müssen wir sicher auf die Rutschbahn Acht geben», sagt Baumann. Er beginnt seine erste Saison. Drei Badmeister und zwei Personen an der Kasse unterstützen ihn.

Alles ist behindertengerecht

Drei Cheminées stehen den Besuchern zur Verfügung. Verschwunden ist das 2-Meter-Sprungbrett, geblieben sind ein 1- und 3-Meter-Brett. Der neue Eingang der Badi ist südlicher gelegen – neben dem Kiosk und nahe beim Minigolfplatz. Die Gartenwirtschaft hat mehr Platz, da das Kinderplanschbecken verlegt wurde. Vor dem Eingang hat es jetzt einen grossen Vorplatz. «Es sollen sich keine Schlangen mehr bilden», sagt Joller. Das ganze Bad ist behindertengerecht. «Die Stiftung Cerebral schenkte uns einen mobilen Hebelift.»

Frühschwimmen und Wireless

Eingehalten wurde das Kostendach von 4,6 Millionen Franken, das die Balsthaler Bevölkerung im Dezember 2009 genehmigte. «Der Anstieg der Eintrittspreise ist sehr moderat», sagt Joller. Dies sei auch eine Wiedergutmachung dafür, dass die Badi letztes Jahr früher schloss und nun spät öffnet.

Probeweise führt die Badi in dieser Saison das Frühschwimmen ein. Dienstags und donnerstags öffnen die Türen der Badi bereits um halb sieben. Eine Pelletheizung sorgt dafür, dass das 50-Meter-Becken schon frühmorgens 23 Grad warm ist. Im Kiosk-Bereich gibt es gratis Wireless. Damit gehört die Badi in allen Bereichen zu den fortschrittlichsten in der Region.

Aktuelle Nachrichten