Balsthal
«Mir si grösser als Soledurn»

Während in der Kantonshauptstadt 37 Wagen durch die Strassen zogen, fuhren Am gestrigen Fasnachtsumzug wurde ein Zuschauerrekord registriert.

Peter Wetzel
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Das Thema der Oldie-Girls heisst «Bauer, ledig, sucht», wie es aussieht, passt aber eher «Bäuerin ledig sucht». pwb

Das Thema der Oldie-Girls heisst «Bauer, ledig, sucht», wie es aussieht, passt aber eher «Bäuerin ledig sucht». pwb

Solothurner Zeitung

Die Meldung «Mir si grösser als Soledurn» machte Stephan Berger nicht ohne Stolz zu Beginn des Balsthaler Fasnachtsumzuges. Tatsächlich: Auf der Umzugsliste Solothurn stehen 37, in Balsthal 39 Nummern. Berger amtierte zum ersten Mal als Moderator und kommentierte die einzelnen Nummern von der Kreuz-Treppe aus.

Auch Lorenz Freudiger, Präsident des Fasnachtskomitees, freute sich darüber, was am Umzug geboten wurde. Umzugschef Dani Born kam aus dem Schwärmen nicht heraus: «Heute feiern wir einen absoluten Zuschauerrekord!» Besonders aufgestellt habe ihn die Teilnahme von rund 300 Kindern aus Balsthal und Matzendorf.

Die Zuschauerkulisse im Balsthaler Ortskern, der sich dank dem prächtigen Wetter von der besten Seite präsentierte, war imposant. Die Grunzer aus Balsthal, die ihren 30. Geburtstag feiern konnten, eröffneten den Umzug mit einer alpenländischen Beiz, in der Freibier ausgeschenkt wurde. Das diesjährige Motto «So ne Alp(traum)» wurde von weiteren einheimischen Fasnachtsgruppen dankbar aufgenommen.

Albträume waren unter anderem die lästige Baustellenproblematik, das Ladensterben in der Herrengasse, die fehlenden «spitzen» Berge auf den Jurahöhen oder «Bauer, ledig, sucht ...» Der gelungene Umzug, der auch von vielen auswärtigen Guggenmusiken und Gruppen bestritten wurde, bot alles, was das Fasnachtsherz begehrte. Er wird sicher nicht als Albtraum in die Balsthaler Fasnachtsgeschichte eingehen.