Damit bleibt das offizielle Publikationsorgan der Schweizerischen Offiziersgesellschaft fest in Solothurner Hand.

Die ASMZ erscheint 11-mal jährlich und weist eine Auflage von nahezu 20000 Exemplaren auf. Sie ist die Plattform, wo sich Armeekader über fachliche Armee- und Rüstungsfragen informieren und sicherheitspolitische Diskurse führen. «Sie ist für die Kader zum eigentlichen Massstab der Dinge in allen Fragen zur Sicherheitspolitik unseres Landes und zur strategischen und operativen Ausrichtung und Führung der Armee geworden», erklärt der neue Chefredaktor.

Die Schweiz ist nicht allein

«Diese Themen sowie der Verbund aller sicherheitspolitischen Mittel auf den Ebenen Bund, Kantone und Gemeinden bleiben für mich von zentraler Bedeutung; daneben interessieren alle Fragen der Ausbildung, der Rüstung und der Einsätze der Armee und der sicherheitspolitischen Partner.» Die ASMZ soll ein Forum sein zur Informationsvermittlung und zur Meinungsbildung und einem breiten Fächer von Ansichten Platz bieten, betont Schneider. Evolution sei angesagt, nicht Revolution.

Auch die Auslandeinsätze der Armee sollen in der ASMZ abgebildet werden. «Die Schweiz ist nicht allein. Was speziell im europäischen Umfeld geschieht, betrifft uns und muss uns interessieren, ob dies nun im Rahmen der UNO, der EU, der Nato oder der einzelnen Staaten sei.»

Aufnahme in die Ehrenlegion

Schneider selber war als Vertreter der Schweizer Armee im Ausland tätig. Seine Militärinstruktoren-Karriere – er war zuletzt Oberst im Generalstab – hat 1990 begonnen. Zuvor wirkte er in leitenden Positionen in der Wirtschaft. In der Armee war Schneider unter anderem an der UNO-Mission in der Westsahara 1991/92 beteiligt und wurde 1997 Stellvertreter des Chefs Operative Schulung. Für die «Partnership for Peace» (PfP, Zusammenarbeit des Nordatlantikpakts mit den Transformationsländern ) hat er eine Reihe von Stabsübungen (z.B. für Krisenmanagement) entworfen und zum Teil auch als Leiter durchgeführt.

Ab 2004 unterrichtete er am Marshall Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen und war dort während dreier Jahre stellvertretender Direktor des Hauptkurses. 2009 trat Schneider in den militärischen Ruhestand. Für diese Dozententätigkeit wurde Schneider 2011 in die französische Ehrenlegion aufgenommen (wir berichteten).