Nennigkofen
Mieten für Schulgebäude bleiben Thema bei Bucheggberger Gemeinden

Die Bucheggberger Gemeindepräsidenten treffen sich im Maishotel um über das Mietmodell des Schulverbandes Bucheggberg A3 zu diskutieren. Ende Januar wurde es erstmals vorgestellt und stiess auf einigen Widerstand.

Rahel Meier
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Messen hätte sich höchstens vom Schulhaus Bühl getrennt. Hanspeter Bärtschi

Messen hätte sich höchstens vom Schulhaus Bühl getrennt. Hanspeter Bärtschi

Das Mietmodell wurde nun überarbeitet und von Vreni Meyer, Präsidentin Schulverband und Bernhard Jöhr an der Vereinigung der Konferenz der Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VGGB) erneut präsentiert.

«Die Idee, dass der Schulverband die Schulhäuser kauft, kam nicht an. Lüterkofen hätte sich einverstanden erklärt, Schnottwil wollte eher nicht und Messen hätte nur über das Schulhaus Bühl diskutiert», so Vreni Meyer vor ihren Gemeindepräsidentenkollegen.

Somit sei für den Schulverband klar, dass es weiterhin ein Mietmodell gebe. Dieses wurde im Vergleich zum Januar angepasst. «Aber im Grundsatz ist es immer noch das gleiche Modell», so Bernhard Jöhr.

«Kostenmiete»

Die Miete sei als so genannte «Kostenmiete» berechnet worden. Dies sei üblich für Liegenschaften, für die auf dem Markt keine Nachfrage bestehe. Die Kostenmiete biete zudem gewähr, dass ein Vermieter nicht unmässig Gewinn erzielen könne.

Im Jahr 2012 musste der Schulverband 913000 Franken an Mietkosten an die Standortgemeinden der Schulhäuser zahlen. Nach der neuen Berechnung, die Jöhr im Detail erklärte, wären es 1,193 Mio. Franken. Also rund 30 Prozent mehr.

«Die heutigen Mietzinsen sind nicht kostendeckend», so Vreni Meyer. Zudem erhalte Lüterkofen nichts für die benützung der Turnhalle – das sei nicht richtig. Mit dem neuen Mietmodell werde klar geregelt, dass die Standortgemeinden selbst für den Unterhalt der Gebäude verantwortlich sind.

Zahlen wir doppelt?

Die Anwesenden nahmen das Modell so zur Kenntnis. Tatsächlich sind es die Delegierten, die darüber abstimmen werden. Eine Konsultativabstimmung zeigte auf, dass eine Mehrheit der Gemeinden wohl zustimmen wird.

Trotzdem gab es auch negative Voten. «Wir haben in den letzten Jahren insgesamt 4,5 Mio. Franken an Sanierungsmassnahmen gezahlt – davon sehe ich in diesen Berechnungen nichts», meinte Thomas Steiner. Auch Christoph Emch war nicht ganz glücklich mit der Berechnung der Abschreibungen.

Angesprochen wurde auch noch die Musikschule. Diese ist heute teilweise dezentral geführt und soll ebenfalls in die grossen Schulhäuser verlagert werden. Hier erklärten die Gemeindepräsidenten aber, dass sie die Zimmer für den Musikunterricht auch weiterhin gratis zur Verfügung stellen würden, wenn der Musikunterricht im Dorf bleibe. «Das ist für die Kinder einfacher so.»

Moonliner wird eingeführt

Geht es nach den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten, dann wird der Moonliner im Bucheggberg definitiv eingeführt. Einige Gemeinderäte haben sogar bereits darüber befunden und ihre Zustimmung gegeben.

Die anderen werden das Geschäft noch traktandieren. Der Moonliner erfährt allerdings gewisse Anpassungen. So werden die Busse künftig nicht mehr auf den Nachtbus aus Bern warten. «Die Umsteigemöglichkeit wird kaum genutzt», so Herbert Schluep (Vizepräsident VGGB).

Ausserdem wird der Moonliner in den Bucheggberg nur am Samstag geführt – das war schon im letzten Jahr so. Die Frage nach den Kofmehl-Öffnungszeiten tauchte zudem auf.

«Ich nehme an, der Bus und das Kofmehl koordinieren die Abfahrtszeiten?», fragte sich Vreni Meyer (Mühledorf). Eva Ulm (Bibern) äusserte sich ebenfalls positiv. «Ich persönlich finde, der Moonliner ist eine gute Sache. Aber in Bibern wird er nicht genützt.»

Angebote der Jugendförderung

An der vorletzten Gemeindepräsidentenkonferenz stellt Markus Casutt die Angebote der Jugendförderung des Kantons Solothurn vor. Am Montagabend zeigte sich, dass der Bucheggberg sich zurzeit nicht dafür interessiert. «Die Jugendförderung läuft bei uns nach wie vor grösstenteils über die Vereine», so Herbert Schluep.

Informationen gab es auch noch zum Buechibärger Blatt. Im September wird entschieden, was damit passiert. Die Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung hatte ebenfalls eine Sitzung. Auch hier ist Abwarten angesagt.

Immerhin konnte Beat Wehrlen (Lüterswil-Gächliwil) bekannt geben, dass in Messen ein Gesundheitszentrum entsteht und der Messner Arzt Cina eine Nachfolgeregelung gefunden hat.

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