Bevölkerungsschutz
Markus Meier übernimmt den Führungsstab des Bevölkerungsschutzes

Es läuft noch nicht rund im Bucheggberger Bevölkerungsschutz. Kompetenzen sind nicht geregelt, und der regionale Abschnittsführungsstab existiert nur auf dem Papier. Der neue Kommissionspräsident ist zuständig für Biberist, Bucheggberg und Lohn.

Christof Ramser
Merken
Drucken
Teilen
Auf Markus Meier warten grosse Herausforderungen. crs

Auf Markus Meier warten grosse Herausforderungen. crs

AZ

«Bis jetzt gings ja auch ohne», so lautet der Tenor in manchen Gemeinden. Doch das will der neu gewählte Kommissionspräsident Markus Meier aus Kyburg-Buchegg so nicht stehen lassen.

Was ist, wenn wirklich mal etwas passiert? Katastrophenszenarien seien einige denkbar; ein Grossbrand auf einem Bauernhof etwa, bei dem Vieh evakuiert werden muss. Durch Erdrutsche verschüttete Strassen, Probleme mit der Kanalisation oder ein Flugzeugabsturz. Davon könne jederzeit auch der Bucheggberg betroffen sein. Und dann müsse der Stab funktionieren. Meier kennt die Herausforderungen – er ist Sachbearbeiter im VBS und zuständig für die Bereiche Einsatzplan und Einsatzführung.

«Was viele nicht wissen: Der Bevölkerungsschutz beinhaltet nicht ‹nur› den Bereich Zivilschutz», sagt Meier. Auch die Feuerwehr, Polizei, die technischen Betriebe (Werkhöfe) und das Gesundheitswesen gehören dazu. Der Kommissionspräsident hat sich vorgenommen, die Aufgaben und Kompetenzen des RBV BBL (Biberist-Bucheggberg-Lohn-Ammannsegg) der Bevölkerung und den Behörden näherzubringen. «Denn jeder erwartet im Notfall Hilfe von uns. Doch kaum jemand weiss, was wir leisten.»

Ansprechpartner für Gemeinden

Einen grossen Nutzen bringe die Zivilschutzstelle, die für viele Anliegen als Ansprechpartner fungiert. Sie zügelt per Anfang Februar von Biberist vorübergehend ins Gemeindehaus Kyburg-Buchegg, später dann ins umgenutzte Schulhaus. Die Stelle wird im 50-Prozent-Pensum von Josy Strebel geleitet. Sie könne den Gemeinden vor allem im administrativen Bereich viel Arbeit abnehmen. Die bisherigen Räume der Zivilschutzstelle in Biberist werden von der Einwohnergemeinde für die AHV-Zweigstelle und das Arbeitsamt gebraucht. «Ausserdem ist es durchaus sinnvoll, wenn diese Stelle am Wohnort des Kommissionspräsidenten ist», sagt Biberists Gemeindepräsident Martin Blaser.

Wohin orientiert sich Biberist?

Kommissionspräsident Markus Meier hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2014 einen neuen, regionalen Abschnittsführungsstab zu bilden, der für das gesamte Gebiet zuständig ist. Das sei sinnvoll, weil die heutige Praxis mit zwei Abschnittsführungsstäben viel Aufwand verursache, dafür jedoch zu wenig Personal vorhanden sei. Die Neubildung des regionalen Führungsstabs hänge allerdings davon ab, in welche Richtung sich Biberist orientiert.

Denn die Leitgemeinde sucht derzeit nach Möglichkeiten, um verstärkt mit der Stadt Solothurn zusammenzuarbeiten. Ob davon dereinst der Bevölkerungsschutz tangiert ist, kann Blaser heute noch nicht sagen. «Das ist für uns in der übergeordneten Fusionsfrage sekundär.» Der Bucheggberg allerdings müsste sich neu orientieren, übrigens auch im Bereich Sozialregion. «Wenn sich Biberist loslöst, hat dies grossen Einfluss.» In welche Richtung man sich dann orientieren würde, kann Meier derzeit nicht sagen.