Lüsslingen
Lüsslinger Bürger genehmigen Defizit von 222'180 Franken

Die laufende Rechnung schliesst etwas besser ab als budgetiert. Sorgen bereiten die juristischen Personen: Die Betriebe im Dorf zahlen weniger Steuern.

lea reimann
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Milliardengewinn statt Defizite: Die Kantone haben sich verschätzt

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Keystone

Lediglich neun stimmberechtigte Personen bildeten am Mittwoch die Gemeindeversammlung und genehmigten die Jahresrechnung 2010. Diese verzeichnet einen Aufwandüberschuss von 222'180 Franken und liegt damit rund 2'000 Franken unter dem Budget. Ebenfalls genehmigt wurde die Investitionsrechnung, welche mit Nettoinvestitionen von 20'706 Franken schliesst.

Die grössten Budgetüberschreitungen betreffen den Bereich der sozialen Wohlfahrt, der gleich zwei Nachtragskredite forderte. Teurer als budgetiert war nicht nur der Beitrag an den Lastenausgleich Sozialhilfe (40'580 Franken Mehraufwand), sondern auch jener an die Sozialregion BBL (14'528 Franken Mehraufwand). Zu weiteren Nachtragskrediten führten ausserdem diverse Lecks in Wasserleitungen sowie der Winterdienst.

Letzterer war zum einen mit besonders viel Schnee konfrontiert und wird zum anderen neu gemeinsam mit Nennigkofen organisiert. Bei der Budgetierung konnte deshalb kaum auf Erfahrungszahlen zurückgegriffen werden. Vermehrte Konkurse verursachten ausserdem Mehrkosten von rund 17'000 Franken bei den Steuerabschreibungen und bildeten damit einen weiteren Nachtragskredit.

Wirtschaft zahlt weniger Steuern

Die Steuereinnahmen der juristischen Personen seien es denn auch, welche der Gemeinde Sorgen bereiten würden. Während diese Erträge beispielsweise im Jahr 2007 noch rund 200000 Franken umfassten, liegen sie dieses Jahr bei rund 90000 Franken. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies dennoch eine grosse Verbesserung, 2009 brachten die juristischen Personen nämlich lediglich etwas mehr als 50000 Franken ein. «Diese Entwicklung ist sehr erfreulich», so Ernst Hürlimann.

Im Weiteren genehmigte die Gemeindeversammlung das räumliche Leitbild sowie die vertragliche Übereinkunft betreffend Führung einzelner Schularten, Schulstufen und Unterrichtszweige mit der Einwohnergemeinde Solothurn. Letztere ist eine Folge der Reform der Sekundarstufe 1, welche die Anpassung verschiedener Verträge erfordert. Neu werden nun alle Stufen der Sekundarschule über eine vertragliche Übereinkunft geregelt.

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