Integrative Schule
Lehrpersonen fordern mehr Lektionen und kleinere Klassen

Der Verband Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Solothurn hat einen Volksauftrag für die integrative Schulung eingereicht. Lehrpersonen sollen für eine flächendeckende integrative Schulung mehr Lektionen erhalten.

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Lehrerinnen und Lehrer fordern mehr Lektionen für die integrative Schule (Symbolbild)

Lehrerinnen und Lehrer fordern mehr Lektionen für die integrative Schule (Symbolbild)

Keystone

Der Volksauftrag ist am Mittwoch mit 1809 beglaubigten Unterschriften eingereicht worden, wie der LSO mitteilte. Die integrative Schulung löst die bisherigen Klein- und Einführungsklassen ab.

Der Volksauftrag sei das letzte politische Mittel, sagte LSO- Präsident Bruno Affolter auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bereits im vergangenen Juni war eine von 3000 Personen unterzeichnete Petition mit denselben Forderungen eingereicht worden. Das Departement Bildung und Kultur habe jedoch lediglich die Pensen leicht nachgebessert, hielt Affolter fest. Dies sei eine völlig ungenügende Reaktion gewesen.

Der Solothurner Kantonsrat muss nun über den Vorstoss entscheiden. Dort hat der Volksauftrag die gleiche Bedeutung wie ein parlamentarischer Auftrag. Der Kantonsrat kann den Text nicht abändern, sondern den Auftrag nur annehmen oder ablehnen. Für eine Zustimmung ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der Anwesenden nötig.

Mehr Lektionen und kleinere Klassen

Die Lehrer fordern auf allen Stufen mehr Lektionen pro 100 Schüler. Auch sollen die Klassen in der Primarschule und im Kindergarten im Durchschnitt eine Grösse von 18 anstatt 20 Schüler haben. In der Sekundarschule B sollen es im Schnitt 14 anstatt 16 Schüler sein.

Sollten diese Rahmenbedingungen aus finanziellen Gründen nicht gewährleistet werden können, fordert der LSO einen Verzicht auf die flächendeckende Einführung von integrativer Schulung. Dann sollen die Gemeinden selber entscheiden, ob sie das Modell anbieten. (sda)