Langendorf freut sich über die Erfolgsrechnung. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 2 Mio. Franken ab. Dies ist damit zu begründen, dass die meisten Ressorts weniger Ausgaben verzeichneten als budgetiert. So gab es beispielsweise für die gesetzliche Sozialhilfe 253'000 Franken weniger Aufwand, auch die Beiträge an den Spitex-Verein Langendorf-Oberdorf fielen tiefer aus.

Die grösste Abweichung ist mit 1,2 Mio Franken bei den Steuererträgen zu verzeichnen. Diese Mehreinnahmen bei den natürlichen und juristischen Personen sind an den Nachtaxationen für die letzten Jahre festzumachen. Bis auf den Betrag von 43'044 Franken, dem Ertragsüberschuss nach Gewinnverwendung, wird der Rest des Geldes für die geplante Schulraumerweiterung verwendet. «Der Steuerertrag ist viel höher als wir bei Annahme der Steuererhöhung erwartet haben», äusserte sich Rolf Truninger in seinem Statement der Finanzkommission. «Das könnte unter anderen Umständen zu Kritik führen, aber Langendorf hat sehr grosse Vorhaben und kann dieses Geld sehr gut gebrauchen.»

Nettoschuld ist gesunken

Die Nettoschuld pro Einwohner ist auf 286 Franken gesunken. Sie liegt 564 Franken tiefer als im Vorjahr. Die Nettoinvestitionen betragen 988'569 Franken, was nur zu zwei Dritteln der verabschiedeten Summe entspricht. Der Grund liegt vor allem bei der Erschliessung der Glasfaserleitungen durch die GA Weissenstein GmbH. Da sich die Arbeiten verzögerten, wurden gesprochene Kredite noch nicht ausgegeben.

Die Stellvertretung für die Jugendarbeit läuft im Juli aus. Die beiden Frauen, Pia Amann und Ramona Jaggi, haben ihre Arbeit sehr gut gemacht, so Monika Roth, sie können die Stellvertretung wegen ihrer Situation aber nicht verlängern. Der Gemeinderat muss nun eine Lösung suchen. Er hat die beiden geplanten Jugendarbeitsgeschäfte jetzt jedoch zurückgestellt, da er davor noch einige Schritte überprüfen will. Die Jugendarbeit soll aber nahtlos auf das neue Schuljahr weiterhin gewährleistet sein.

Bus wird nach Rüttenen fahren

Die Buslinie 2 wird beim Fahrplanwechsel voraussichtlich nach Rüttenen fahren, wie das Amt für Verkehr und Tiefbau Langendorf mitteilte. Nun erwartet sie ein Feedback der Gemeinde. Das Geschäft wird Ende Juni im Gemeinderat behandelt.

Auch ein anderes Geschäft wird den Gemeinderat in naher Zukunft beschäftigen. Bei einem Teil der Rüttenenstrasse, gerade an der Stelle, bevor man Langendorf verlässt, fehlt die Kanalisation. Seit 15 Jahren wird dieses Defizit aufgeschoben. Da nun dort gebaut wird, muss die Kanalisation von Gesetzes wegen realisiert werden. Daran müssen sich, wie das Gesetz vorschreibt, die betroffenen Grundeigentümer finanziell beteiligen. Der Gemeinderat plant, mit den Grundeigentümern Kontakt aufzunehmen.