Subingen
Zwei Landis wollen fusionieren, um noch stärker zu werden

Die Landi Wasseramt plant mit der benachbarten Landi Buchsi Thöringen eine Fusion. Nach der bevorstehenden Pensionierung des Geschäftsführers verzichtet man einstimmig auf einen Nachfolger.

Drucken
Teilen
Die Landi Wasseramt in Subingen.

Die Landi Wasseramt in Subingen.

Zur Verfügung gestellt

Der Geschäftsführer der Landi Wasseramt, Hans-Rudolf Geissbühler, durfte an der Generalversammlung vom Freitag wiederum ein sehr gutes Geschäftsergebnis verkünden. Der Umsatz ist von 15,5 Mio. auf 16 Mio. angestiegen und der Reingewinn sogar um 20%. Es konnten in allen Geschäftsfeldern wiederum Fortschritte gemacht werden.

Die Hauptthemen der Versammlung in der Subinger Mehrzweckhalle mit 53 stimmberechtigten Mitgliedern waren jedoch die Kapitalherabsetzung und die Statutenrevision, welche für eine mögliche geplante Fusion mit der Landi Buchsi Thörigen Voraussetzung sind.

Doch warum ist überhaupt eine Fusion geplant? Ausschlag dafür ist eine Nachfolgeregelung. Geschäftsführer Hans-Rudolf Geissbühler geht Ende nächsten Jahres in Pension. Nachdem sich die Verwaltungsräte der Landi Wasseramt einstimmig gegen einen neuen Geschäftsführer und für eine Zusammenarbeit mit der Nachbarlandi ausgesprochen haben, hat man bereits im vergangenen Jahr mit der Landi Buchsi Thörigen Verhandlungen aufgenommen.

Den Entscheid über die Fusion fällen im März 2016 die Genossenschafterinnen und Genossenschafter beider Landis. Ein Zusammenschluss unter neuem Namen würde rückwirkend auf den 1. Januar 2016 vollzogen, heisst es in einer Mitteilung der Landi Wasseramt. Stimmen die beiden Versammlungen zu, wird diese Fusion durchgeführt.

«Der Standort in Subingen wird wie bisher weitergeführt und es wird keiner der bestehenden Bereiche geschlossen», steht im Communiqué. Durch den Zusammenschluss werde nur das Wirtschaftsgebiet grösser, im Detailhandel ändere sich aber nichts. Lediglich in der Administration, im Rechnungswesen und in Teilen des Agrarbereichs würden Doppelspurigkeiten beseitigt, Stellen seien aber nicht betroffen. Die Tätigkeit des Geschäftsführers David Käser der Landi Buchsi Thörigen würde im Falle einer Fusion auf das Wasseramt ausgedehnt und in Subingen würde ein Standortleiter amten.

«Noch stehen nicht alle Details fest, da es sich um einen laufenden Prozess handelt», sagt Präsident Patrick Meier. «Aber: Wir sind uns aber im Grundsatz einig.»

Landi Buchsi Thöringen doppelt so gross

Die Landi Wasseramt, mit Standort in Subingen, entstand 1969 durch den Zusammenschluss der Landw. Genossenschaften Deitingen, Kriegstetten und äusseres Wasseramt. Sie betreibt in Subingen neben dem Agrar- und Heizölhandel einen Laden, eine Tankstelle sowie eine selfwash-Anlage und beschäftigt 17 Mitarbeitende mit insgesamt 1100 Stellenprozent.

Die Landi Buchsi Thörigen, mit Sitz in Herzogenbuchsee, ist gemessen am Umsatz wie auch personell doppelt so gross wie die Landi Wasseramt. Sie verfügt über 2400 Stellenprozent und beschäftigt in Spitzenzeiten bis zu 40 Mitarbeitende. (mgt/lm)

Aktuelle Nachrichten