Bellach/Unterramsern
Zwei Gemeindepräsidien sind hart umkämpft

Sowohl in Bellach, als auch in Unterramsern kommt es am Sonntag, 14. Juni, zu Kampfwahlen um das Gemeindepräsidium. In Kriegstetten hat sich niemand für den fünften Gemeinderatssitz gemeldet.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Wer tritt die Nachfolge von Anton Probst an und übernimmt das Gemeindepräsidium in Bellach?

Wer tritt die Nachfolge von Anton Probst an und übernimmt das Gemeindepräsidium in Bellach?

Hanspeter Bärtschi

In Unterramsern ist das ein Novum – die wenigstens können sich daran erinnern, dass es je eine Kampfwahl um dieses Amt gab. Markus Menth (Jahrgang 1969) und Carmen Lischer (1974) möchten das Amt von Hanspeter Ziegler, der 14 Jahre lang Gemeindepräsident war, übernehmen.

Menth sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat. «Ich weiss, wie es läuft, und ich würde mich gerne als Gemeindepräsident weiterhin für das Dorf einsetzen», erklärt er auf Anfrage. Lischer wohnt seit vier Jahren in Unterramsern und ist eine Quereinsteigerin. «Ich leide an Multipler Sklerose, mein Kopf und mein Geist sind aber noch fit und ich würde mich gerne politisch und gemeinsam mit anderen Menschen engagieren», erklärt sie ihre Motivation.

Bellach: Zwei Bewerber

In Bellach ist es bis Montagabend bei zwei Anmeldungen geblieben. Martin Röthlisberger (SP) und Roland Stadler (FDP) möchten gerne die Nachfolge von Anton Probst (FDP) antreten (wir berichteten).

Martin Röthlisberger (SP) und Roland Stadler (FDP)

Martin Röthlisberger (SP) und Roland Stadler (FDP)

AZ

Röthlisberger ist 55 Jahre alt und seit 13 Jahren Leiter der Sozialabteilung Herzogenbuchsee. Bisher Ersatz, sitzt er seit Kurzem als ordentliches Mitglied der SP im Gemeinderat. Der 59-jährige Roland Stadler ist selbstständig und Treuhänder. Er sitzt seit vielen Jahren im Gemeinderat.

Kriegstetten: Weiter nur zu viert

Keine Anmeldung gab es in Kriegstetten, wo seit längerem ein fünfter Gemeinderat gesucht wird. Nachdem die Ausschreibung im Februar keine Kandidaten brachte, hat sich auch jetzt niemand gemeldet. Der Gemeinderat wird demzufolge weiterhin als Vierergremium funktionieren müssen. Eine weitere Ausschreibung ist nicht möglich. Als letzte Massnahme kann ein Gemeinderat berufen werden. Es kann aber auch bis Ende Legislatur zu viert gearbeitet und auf die nächste Legislatur hin die Anzahl der Gemeinderäte in der Gemeindeordnung reduziert werden.