Günsberg

Zwei formelle und eine informelle «Baustelle»

Die Überlegungen, was mit dem alten Schulhaus in Günsberg geschehen soll, wurden wieder aufgenommen.

Die Überlegungen, was mit dem alten Schulhaus in Günsberg geschehen soll, wurden wieder aufgenommen.

An der Gemeindeversammlung von Günsberg wurde nicht über die «Baustelle» zwischen der Gemeinde und der scheidenden Gemeindeverwalterin gesprochen. Diskutiert wurde um so mehr die Zukunft der beiden anderen «Baustellen», des alten und des neuen Schulhauses.

Ein Wort zur «Baustelle» zwischen der Gemeinde und der scheidenden Gemeindeverwalterin Kathrin Windlin war an der Gemeindeversammlung nicht zu hören. In der Botschaft zur Versammlung stand: «Die neue Stelle der Gemeindeschreiberin wurde zuerst der ehemaligen Gemeinde- und Finanzverwalterin angeboten. Diese hat diese neu geschaffene Stelle nicht annehmen wollen.» Diese Aussage wird von Kathrin Windlin bestritten.

Der Gemeindepräsident Thomas Jenni wollte nun aber, laut eigener Aussage, Personalangelegenheiten nicht an einer Gemeindeversammlung verhandeln. Und aus den Reihen der 35 Stimmberechtigten wurde in dieser Sache unter Verschiedenes auch nicht das Wort verlangt.

So erklärte der Gemeindepräsident einzig die Änderungen auf der Gemeindeverwaltung wie die Vergabe des Finanzwesens an eine externe Firma und die Anstellung der neuen Gemeindeschreiberin Michelle Heuberger aus Aeschi, welche gemeinsam mit Cornelia Schütz künftig mit je 50 Stellenprozenten die Arbeiten erledigen wird.

Neues und altes Schulhaus

In seiner Eröffnungsrede wies der Gemeindepräsident auf die beiden anderen «Baustellen» in der Gemeinde mit dem alten und dem neuen Schulhaus hin. Die Überlegungen, was mit dem alten Schulhaus geschehen soll, seien wieder aufgenommen worden.

Gespräche mit dem Domkapitel hätten stattgefunden. Diese sind nötig, weil die Matte südlich vom alten Schulhaus der Kirche gehört. Für diese Matte besteht die Auflage, dass diese gemeinnützig genutzt werden sollte. Jenni vertröstete auf das kommende Frühjahr. Dann soll ein Mitwirkungsanlass stattfinden.

Zum neuen, auch schon 50 Jahre alten Schulhaus führte Gemeinderat Rolf Sterki aus, dass die Planung für die Sanierung vergeben werden konnte. Man werde Lösungsvorschläge für die Sanierungspunkte erarbeiten, die Kosten berechnen und Varianten an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung, ebenfalls im Frühjahr, vorstellen.

«Heftiges» Minus

Durch das Budget führte Gemeinderat Andreas Bühler. Dieses sei bei einem Aufwand von 5,54 Millionen Franken und einem Aufwandüberschuss von 292'050 Franken heftig ins Minus gerutscht. Der Grund dafür ist in der vorsichtigen Einschätzung des Steuerertrages zu suchen.

Die beinahe 400'000 Franken weniger als im Budget Vorjahr und fast 600'000 Franken weniger im Vergleich zur Rechnung 2016 seien mit den bisherigen Steuereinnahmen erklärbar.
Die Investitionsrechnung sieht Ausgaben in der Höhe von 1,087 Millionen Franken vor. Etwas mehr als die Hälfte der Kosten sollen in den Spezialfinanzierungen anfallen.

Die andere Hälfte ist für die Planung Sanierung neues Schulhaus, Erschliessung Hofstatt West, 2. Etappe Buchenrein und das neue Kommunalfahrzeug vorgesehen. Das Budget sowie der unveränderte Steuersatz von 116 Prozent für natürliche und 99 Prozent für juristische Personen wurden klar angenommen. (uby)

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