Im Nachgang zur letzten Gemeinderatssitzung hat der Gemeinderat eine Vereinbarung mit der Musikgesellschaft Subingen unterschrieben. Die Vereinbarung ist sozusagen als Geschenk zum 10-Jahr-Jubiläum des Dirigenten Martin Lehmann gedacht. Tatsächlich sucht die Musikgesellschaft Subingen (MG) dringend neue Mitglieder und vor allem auch Nachwuchs. Die Vereinbarung basiert auf einem Projekt, das in Derendingens bereits seit einem Jahr umgesetzt wird und mit dem neue Wege für die Zusammenarbeit zwischen der Musikschule und der Musikgesellschaft beschritten werden können.

Teilnahme an Konzerten

Das Projekt beinhaltet eine ganze Reihe von Ideen. So sollen Musiklehrkräfte der Musikschule mit einzelnen Musikschülern oder mit ganzen Gruppen projektbezogen an Anlässen der Musikgesellschaft teilnehmen. Die Erarbeitung der erforderlichen Partituren würde in diesem Falle im Musikunterricht gemeinsam mit den Musiklehrkräften erfolgen. Selbstverständlich werden die erforderlichen Partituren mit denjenigen der Musikgesellschaft abgeglichen und deshalb auch von der MG zur Verfügung gestellt. Sollten Musikschüler im Rahmen eines Anlasses von der Musikgesellschaft einbezogen werden, wird immer das Einverständnis der Eltern eingeholt. Aus der Teilnahme an einem Anlass entstehen den Musikschülern zudem keinerlei Verpflichtungen.

Wichtig sei zudem, dass das Projekt nicht an einzelne Personen innerhalb der MG oder der Musikschule gebunden sei. Manfred Ingold, als Präsident der Musikgesellschaft, und Dirigent Manfred Lehmann freuten sich über das Projekt, mit dem sie überrascht wurden. Damit könnten durchaus Jugendliche für Blasmusik begeistert werden, meinen die beiden denn auch.

Einbahn nicht möglich

Der Gemeinderat musste zudem nochmals über die Verkehrsmassnahmen an der Kriegstettenstrasse und den Fussgängerstreifen bei der Einmündung Föhrenweges diskutieren. In der letzten Sitzung hatte sich der Gemeinderat dafür entschieden, den Föhrenweg als Einbahnstrasse zu führen, in welche die Einfahrt von der Kriegstettenstrasse her nicht erlaubt ist, ausgenommen für Fahrräder.

Damit wollte man Platz für einen zwei Meter breiten Rad- und Gehweg gewinnen. Um eine Wartezone beim Fussgängerstreifen zu gewährleisten, wollte man diesen gegen das Dorf hin verschieben. Der Gemeinderat musste nun aber zur Kenntnis nehmen, dass diese Variante vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) abgelehnt wird.

Vorgeschlagen wurde nun, auf die Einbahnstrasse zu verzichten und den Fussgängerstreifen auf die südliche Seite der Einmündung zu verschieben. Der Gemeinderat befand diese Variante als unsinnig, da wohl die Wenigsten diesen Umweg laufen werden, wie praktisch einstimmig zu hören war. Eine Mehrheit stimmte dem Vorschlag aber schliesslich zu, weil sie der Meinung war «besser ein Fussgängerstreifen an dieser Stelle, als gar keiner». Eine Minderheit enthielt sich der Stimme, weil sie die Massnahme als «Alibiübung» betitelte, die die Situation nicht verbessere.

Weil der Kanton nicht nur die Sagibachbrücke, sondern auch noch einen Teil der Bahnhofstrasse saniert, musste der Gemeinderat einen Nachtragskredit im Betrag von 44 200 Franken genehmigen. Damit sollen Leerrohre für Kabel in den Boden gelegt werden, da die bestehenden Rohre «plitschplatschvoll» seien, wie Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold es formulierte. Zusätzlich müssen auf Verlangen des AVT zwei Schachtabdeckungen ersetzt werden.

Im Weiteren mussten die Gemeinderäte im Nachgang zur Sitzung den sofortigen Rücktritt von Christine Stebler Fisher (SP) als Gemeinderätin zur Kenntnis nehmen. Der Rücktritt erfolge aus persönlichen Gründen, schreibt sie und dankt gleichzeitig für die Zusammenarbeit und «für spannende Erlebnisse und schöne Momente» im Gemeinderatskreis.