Pascale von Roll

Zurücktretende Gemeindepräsidentin: «Eine politische Zukunft lässt sich schlecht planen»

Pascale von Roll: «Für die Zukunft bleibe ich offen und interessiert.»

Pascale von Roll: «Für die Zukunft bleibe ich offen und interessiert.»

Die Demission von Pascale von Roll als Gemeindepräsidentin von Balm bei Günsberg kam überraschend. Der Gemeinderat hat in der Gemeinde eine Nachfolgelösung finden können. Doch wie geht es mit Pascale von Roll persönlich weiter? Wir haben nachgefragt.

Für Ihren Rücktritt per sofort machen Sie persönliche Gründe geltend. Sie haben bereits den Wohnort gewechselt und leben nun in Günsberg. Können Sie die persönlichen Gründe ausführen?

Pascale von Roll: Im letzten November habe ich mich von meinem Mann getrennt. Da mein Mann in Balm den Hof führt, habe ich mir eine neue Wohnung gesucht. Leider gibt es in Balm keine freien Mietwohnungen. In Günsberg hatte ich das Glück, eine passende Mietwohnung in der Nähe zu finden.

Welche Reaktionen haben Sie auf Ihre Demission hin erhalten?

Es kamen einige bedauernde, überraschte und viele sehr wertschätzende Reaktionen. Diese sind nicht selbstverständlich und haben mich sehr gefreut. Auch während meiner Amtszeit habe ich die immer sehr konstruktive und angenehme Zusammenarbeit im Gemeinderat, mit der Verwaltung und der Bevölkerung, das entgegengebrachte Vertrauen und die Wertschätzung sehr geschätzt.

Die Arbeit als Gemeindepräsidentin war wie auf Sie zugeschnitten, wie sieht Ihre politische Zukunft aus?

Eine politische Zukunft lässt sich schlecht planen. Ich bleibe weiterhin offen und interessiert und werde, sollten sich Möglichkeiten bieten, diese prüfen und je nach Ausgangslage entscheiden.

Wird Günsberg länger ihr Wohnort bleiben oder ist es eine Übergangslösung? Können Sie sich allenfalls eine politische Mitarbeit in der Behörde von Günsberg vorstellen?

Für die nächsten Jahre, sicher solange die Kinder in Günsberg zur Schule gehen, werde ich in Günsberg wohnen bleiben. Im Moment stehen die Kinder und meine Arbeit im Zentrum und haben klar Priorität. Falls sich eine politische Mitarbeit in einer Behörde damit vereinbaren liesse, möchte ich eine solche aber auch nicht grundsätzlich ausschliessen.

Nun leben Sie im gleichen Dorf wie der Staatsschreiber des Kanton Solothurns. Ein gutes Omen? Als Stellvertreterin des Staatsschreibers, werden sie dereinst, wenn alles normal verläuft, erste Staatsschreiberin im Kanton werden. Hat sich für Sie an diesem Ziel etwas geändert?

Über Omen mache ich mir keine Gedanken. Die Wahl des Staatsschreibers ist eine politische Wahl und lässt sich nicht planen. Ich habe Freude an meinem Amt als Staatsschreiber-Stellvertreterin und will meine Arbeit weiterhin engagiert und gut machen. Für die Zukunft bleibe ich – wie schon gesagt – offen und interessiert.

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