Deitingen

Zur neuen Turnhalle bestehen zu viele Fragen

Die Turnhalle des OZ 13 reicht nicht.

Die Turnhalle des OZ 13 reicht nicht.

Der Deitinger Gemeinderat klärte Kreditgenehmigungen und nahm Stellung zum Begehren, auf dem Schulgelände OZ 13 eine neue Turnhalle zu bauen. Der Rat sieht das Bedürfnis nicht nachgewiesen.

Im Frühherbst ging allen am Oberstufenschulkreis Wasseramt-Ost (OWO) beteiligten Gemeinden eine Anfrage zu, wie der Bau einer zweiten Turnhalle im Schulgelände OZ 13 in Subingen aus kommunaler Sicht beurteilt würde. Als Mitglied im zuständigen OWO-Verbandsrat bediente der Deitinger Hugo Galli den Gemeinderat mit Informationen, die aus dem Schreiben ohne beigefügte konkrete Entscheidungsunterlagen nicht hervorgingen.

«Es bleibt alles sehr im Ungewissen», stellte der Gemeinderat fest. Es fehle für einen Hallenneubau, der immerhin geschätzte 3,5 Mio. Franken kosten würde, ein Bedürfnisnachweis, der die Lücke im vorhandenen Angebot aus einer Turnhalle am OZ 13 und der Mitbenutzung der Mehrzweckhalle (MZH) Subingen erklärt. Zudem würden mögliche Alternativen wie die vom OZ aus gut erreichbare Turnhalle Horriwil in die Betrachtung überhaupt nicht einbezogen.

Bis jetzt besuchen die 650 Schülerinnen und Schüler in den 17 Klassen am OZ 40 Sportlektionen in der eigenen Turnhalle und elf in der MZH. Hier allerdings «schmerze» die Verantwortlichen der mit 4000 Franken pro Jahreslektion hohe Mietpreis. Hierzu sollte der Verbandsrat mit der Gemeinde Subingen dringend Mietpreisverhandlungen führen, hiess es im Rat. Für eine Entscheidung seien angesichts bescheidener kommunaler Finanzen mehr Fakten und vor allem realistische Planungsunterlagen hilfreich. Nicht berücksichtigt sei auch ein mögliches Interesse aus dem Vereinssport.

Gemeindepräsident Bruno Eberhard fasste die überwiegend skeptischen Diskussionsbeiträge im Rat dahingehend zusammen, dass er dem Präsidium des Verbandsrats mitteilen wird, zum jetzigen Zeitpunkt die Anfrage aufgrund ihrer wenig begründenden Aussagen nicht weiter zu behandeln. Der frühere Spitzensportler Hugo Galli fügte aber noch einen Wunsch an: «Wenn eine neue Halle gebaut werden sollte, müsste sie in Kombination mit der vorhandenen wenigstens eine Spielfläche für Grossfeldspiele wie Unihockey, Handball und weitere ergeben.»

Rahmenkredit über 5 Jahre

Für alle Gemeinden ist dies eine altbekannte Tatsache, dass fest eingeplante Projekte durch Einsprachen und neue Vorgaben plötzlich verschoben werden müssen. Wie Finanzvorstand Michael Tüfer ausführte, üben diese Verschiebungen einen kräftigen Einfluss auf den laufenden Haushalt und künftige Budgets sowie Jahresrechnungen aus. «Diese Unsicherheit wird unter dem Rechnungsmodell HRM2 noch intensiver, weil Investitionen nicht mehr generell zu 8 Prozent abgeschrieben werden können», begründete Tüfer.

Deshalb brauche der Gemeinderat mehr Kompetenz, um auf derartige Veränderungen zu reagieren und Investitionen sowie Abschreibungen besser steuern und lenken zu können. Der Deitinger Vorschlag, dem der Gemeinderat einstimmig entsprach, sieht vor, dass künftig vom Souverän ein Rahmenkredit über fünf Jahre beschlossen wird, der den Gemeinderat befähigt, die Objektkredite zum passenden Zeitpunkt freizugeben.

Dieses Vorgehen sei bereits mit der örtlichen Rechnungsprüfungskommission besprochen, die sich dafür sehr aufgeschlossen zeigte. «Dieses künftige Instrument gibt uns mehr Spielraum für eine rollende Planung, denn unsere Praxis muss handelbar sein», erklärte Tüfer. Alle Ratsmitglieder standen der Idee eines Rahmenkredits positiv gegenüber und beschlossen, dieses Vorgehen durch das Amt für Gemeinden überprüfen zu lassen. Zudem hatte Tüfer in einem Flussdiagramm übersichtlich illustriert, welches Organ innerhalb der Einwohnergemeinde die in der Gemeindeordnung zu verankernde Kompetenz zur Freigabe von Nachtrags- und Zusatzkrediten erhält.

Richtig Glück gehabt

Die Stelle der Schulsekretärin konnte nach der plötzlichen Kündigung der Amtsinhaberin mit Barbara Kellerhals-Gubler (Etziken) blitzschnell nach einer Vakanz von nur einem Monat schon zum 1. Dezember besetzt werden. Laut Toni Ziegler, Verantwortlicher für Bildung, waren für die 35 prozentige Anstellung 67 Bewerbungen eingegangen. «Als frühere Sekretärin in der Regionalschule äusseres Wasseramt (RSAW) verfügt Kellerhals über grosse Erfahrung im Schulwesen», wie Barbara Emch als im Rat anwesende Schulleiterin anfügte.

Mit der einstimmigen Wahl regelte der Rat auch alle Anstellungsmodalitäten. Genehmigt wurden die Pensenanträge der örtlichen Schule, die im kommenden Schuljahr drei Kindergärten und sieben Primarschulklassen umfasst. Emch und Ziegler machten auf eine veränderte Schüleranzahl aufmerksam, die ebenso wie bei den Einwohnerzahlen eine leicht abnehmende Tendenz aufweist.

Zehn Wegzügen standen nur 4 Zuzüge gegenüber, die zu einer jetzt 186-köpfigen Schülerschaft führen. «Bei weiterer Schrumpfung hätte das Auswirkungen auf die Struktur von Pensen und Klassen.» Die Schulleiterin berichtete zudem über Integrationsmassnahmen als «Starthilfe» für Kinder ohne Deutschkenntnisse. Zudem hat der Rat auf Antrag von Beat Schläfli grundsätzlich einem Beitrag ans Solothurner Kantonalschützenfest 2016 zugestimmt, dessen Höhe aber in Absprache mit der örtli

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