«Der erste Eindruck des Budgets 2017 vermittelt ein positives Bild, weil die Erfolgsrechnung einen grösseren Ertragsüberschuss von 470 000 Franken vorsieht», erklärte Gemeindeverwalter Kurt Kohl in seinem Bericht zum Budget. Trotzdem bezeichnete er das Budget 2017 bloss als durchschnittlich.

Beziehe man nämlich die Investitionsrechnung mit ein, so sei ersichtlich, dass die geplanten Investitionen (2,051 Franken Nettoinvestitionen) zu einem beachtlichen Teil mit fremden Mitteln finanziert werden müssen.

Die Verschuldung der Gemeinde steigt damit an. Momentan handelt es sich bei 1065 Franken Nettoschuld pro Einwohner allerdings um eine geringe Verschuldung. «Die Kennzahlen sind im Moment noch im grünen Bereich», so der Gemeindeverwalter.

Sechs Kredite der Investitionsrechnung übersteigen die Grenze von 100 000 Franken und müssen deshalb separat genehmig werden. Es sind dies die Ersatzbeschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs, die weitere Planung zur Erweiterung des Schulraumes, sowie Sanierungstranchen für die bestehenden Schulhäuser. Ebenso fallen Sanierungsarbeiten auf Gemeindestrassen und Rohranlagen an.

Steuererhöhung zeichnet sich ab

In seinem Bericht verdeutlicht der Gemeindeverwalter, das die auf das Jahr 2016 beschlossene Steuererhöhung auf 115 Prozent zukunftsgerichtet und wichtig gewesen sei. Ziel war es, die Selbstfinanzierung zu verbessern, damit die anstehenden werterhaltenden Investitionen in die Gemeindeinfrastruktur getätigt werden können, ohne dass die Verschuldung ins Unermessliche steigt. Mittelfristig reicht dies aber nicht aus.

«Ohne eine weitere Steuererhöhung wird die Nettoverschuldung der Gemeinde innert fünf Jahren von heute rund drei Millionen auf über 20 Millionen Franken ansteigen», so Kohl. Damit käme einerseits automatisch die vom Kanton auferlegte Schuldenbremse zum Tragen, andererseits würden die verzinslichen Schulden den Handlungsspielraum stark einengen. Eine weitere Steuererhöhung zeichne sich also ab.