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Zum sechsten Mal seit Neujahr: Die Weissensteinbahn muss wegen Sturmtief schliessen

Droht ein zweiter Burglind-Sturm?

Droht ein zweiter Burglind-Sturm?

Das Sturmtief Petra soll in der Nacht auf Dienstag laut Meteorologen mit Orkanböen von bis zu 180 km/h durch die Schweiz fegen. Experten warnen vor einem ähnlichen Ausmass wie beim Sturm Burglind 2018. Wer also noch Gartenmöbel im Garten hat, sollte diese heute Abend entweder ins Haus nehmen oder sturmsicher machen.

Zum sechsten Mal innerhalb von rund fünf Wochen musste die Weissensteinbahn am Montag den Betrieb wegen starker Windböen einstellen.

Wer auf den Weissenstein möchte, muss sich am Montag gedulden: Wegen der starken Böen hat die Seilbahn Weissenstein den Betrieb eingestellt, wie sie auf ihrer Webseite verkündet. «Die Sicherheit der Passagiere geht vor», sagt der stellvertretende technische Leiter, Fredy Kirchhofer, auf Anfrage. Das ist bereits die sechste Schliessung wegen starker Windböen seit Jahresbeginn.

Angesichts der angekündigten Windböen musste laut Kirchhofer der Betrieb bereits am Montagmorgen früh mit verminderter Kapazität aufgenommen werden. Ab elf Uhr seien dann die Windspitzen auf bis zu 90 km/h gestiegen und die Seilbahn musste geschlossen werden. «Heute fahren wir sicher nicht mehr», sagt Kirchhofer. Laut Wetterradar sind im Verlauf des Tages nämlich weitere Windböen bis zu über 100 km/h zu erwarten. Geschlossen werde die Seilbahn bereits ab einer Windstärke von 60 km/h. Kirchhofer hofft, den Betrieb am Dienstagmittag wieder aufnehmen zu können.

Bereits am Sonntag blieb die Seilbahn wegen starkem Wind geschlossen. «In den letzten Tagen haben wir bis zu 125 km/h Windstärke gemessen», sagt Kirchhofer. Somit ist die Schliessung am Montag die zweite im Februar und die sechste im noch jungen 2020. «Der Januar war extrem mit dem Wind.» Man rechne jedoch mit bis zu 20 bis 25 Ausfällen im Jahr. Je nach Wetter bedeutet das 2000 Passagiere täglich, die man nicht transportieren kann.

Dennoch: Die vermehrten Ausfälle in den vergangenen Wochen hätten laut dem Geschäftsführer, Konrad Stuber, kaum Einfluss auf das Jahresresultat des Unternehmens. Im Gegenteil. «Der Januar lief dank der Nebellage im Tal sehr gut», sagt er. Die Ausfälle seien daher finanziell nicht weiter tragisch. Man müsse einfach damit rechnen. (gue)

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