Hubersdorf
Zum Schluss gabs für den Präsidenten einen langen Applaus

Hubersdorfs Gemeindepräsident Andreas Rüegger handelte an seiner letzten Gemeindeversammlung eine lange Traktandenliste ab. Und wurde mit Applaus belohnt.

Rahel Meier
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Andreas Rüegger

Andreas Rüegger

Hansjoerg Sahli

«Andreas Rüegger war immer der stille Schaffer», Vize-Gemeindepräsident Gregor Schneiter ergriff zum Abschluss der Gemeindeversammlung das wort. «Eigentlich sollten wir ihn hier verabschieden, denn er hat seine letzte Gemeindeversammlung geleitet. Aber wie Andreas Rüegger eben ist, hat er gesagt, das Jahr sei noch nicht fertig.» Er werde beim Neujahrsapéro am 2. Januar verabschiedet. «Kommt alle», rief Schneiter auf. Die Anwesenden liessen es sich nicht nehmen, einen langen Applaus zu spenden und so «Danke» zu sagen.

In den zwei Stunden vorher arbeiteten die 20 Stimmberechtigten eine ungewöhnlich lange Traktandenliste ab. «Es ist nicht so, dass ich noch aufräumen will», so Andreas Rüegger. Es sei einfach viel zusammengekommen.

Begonnen wurde mit dem Friedhofreglement. Mit der Erneuerung wurden auch die Tarife überarbeitet. So kostet eine Erdbestattung neu 2500 Franken, wovon die Gemeinde Hubersdorf die Hälfte übernehmen wird. Weil die Bewilligung von Anlässen neu bei der Gemeinde liegt, wurde die Gebührenordnung angepasst.

Das hat auch zur Folge, dass die Baubewilligungsgebühren neu definiert wurden. Überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht wurde im Weiteren die Gemeindeordnung. Wichtig ist dort, dass das personal neu nach den gleichen Lohnklassen angestellt ist, wie sie auch der Kanton verwendet. Die Bau- und Planungskommission, die Werkkommission und die Umwelt- und Forstkommission kann neu zwischen 3 bis 5 Mitglieder haben. Das Sitzungsgeld wurde ebenfalls von bisher 40 auf neu 60 Franken erhöht. Als Letztes wurden auch die neuen Statuten des Forstbetrieb Leberberg genehmigt.

Wasser kostet Geld

Hubersdorf muss ein Teilstück der Siggern von rund 150 Metern Länge sanieren. Nach dem Hochwasser im Mai 2015 kamen diverse Schäden zum Vorschein. Die Stützmauern seien unterspült und angrenzende Liegenschaften gefährdet. Die Sanierung koste 260 000 Franken. Nach Abzug von Subventionen von Bund und Kanton verbleiben für Hubersdorf 91 000 Franken.

Investitionen braucht es auch in die Wasserversorgung. Die Löschwasserreserve muss sichergestellt, das Leitungsnetz optimiert und ein zusätzliches Wasserreservoir gebaut werden. Auch die Schutzzone sei ein Thema und möglicherweise schliesse sich Kammersrohr an. Um die beste Lösung zu finden, wurde ein Planungskredit von 50 000 Franken gesprochen.

Weil im Bereich der Schachenmühlestrasse grosse Mengen Fremdwasser ins Mischabwassernetz fliessen, sollen Schmutz- und Sauberwasser getrennt werden. Die Investitionen dafür belaufen sich auf 80 000 Franken. Dieser Betrag sei schon bald amortisiert, weil das Fremdwasser jährliche Kosten von 13 000 Franken verursache, erklärte Martin Meister (Präsident Werkkommission).

Ressortchef Dominik Feier führte durch das Budget. Er zeigte auf, dass Hubersdorf eine der Gemeinden ist, die mit den neuen Schülerpauschalen und dem Lasten- und Finanzausgleich besser fährt. Kaum angestiegen seien die Kosten im Bereich der sozialen Wohlfahrt. Anschliessend präsentierte Feier den Finanzplan. Trotz hohen Investitionen in den Jahren 2018 und 2019, wenn voraussichtlich die Wasserversorgung aus- und umgebaut werde, sollte der Steuersatz von 119 Prozent gehalten werden.

Die Stimmberechtigten nahmen den Finanzplan zur Kenntnis und genehmigten das Budget und den Steuerfuss einstimmig.

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