Selzach
Zum räumlichen Leitbild: Dörflich und attraktiv bleiben ist das Ziel

Der Gemeinderat diskutierte das räumliche Leitbild. In einem weiteren Geschäft wurden bereits bestehende Parkplätze zur blauen Zone umfunktioniert.

Nadine Schmid
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In Selzach diskutierte der Gemeinderat das räumliche Leitbild.

In Selzach diskutierte der Gemeinderat das räumliche Leitbild.

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Die Ortsplanung sollte alle zirka zehn Jahre überarbeitet werden und soll jeweils zeigen, wie sich Selzach in der nächsten Periode entwickeln soll. Die Ortsplanung basiert auf dem räumlichen Leitbild.

Es ist ein Planungsinstrument und behördenverbindlich. 2014 wurden dafür zusammen mit der Bevölkerung wichtige Punkte des Leitbilds erarbeitet. Daraufhin wurde ein Entwurf an die verschiedenen Ämter des Kantons geschickt.

Die nun vorliegenden Dokumente des räumlichen Leitbilds wurden entsprechend der Anmerkungen, die die Ämter vornahmen, angepasst, und vom Gemeinderat genehmigt.

Der Gemeinde ist es wichtig, dass Selzach ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleibt, die Landschaft geschützt und der öffentliche Raum lebendig gestaltet wird. Auch das lokale Gewerbe soll gefördert werden.

Zur vielfältigen Natur, den Naherholungsräumen, der Umwelt und den verschiedenen Ortsteilen ist Sorge zu tragen. Hohe Siedlungsqualität und eine gute Grundversorgung sollen sichergestellt werden und der Dorfcharakter erhalten bleiben.

Einer der wichtigsten Leitsätze im Leitbild betrifft die Bevölkerungsentwicklung, da diese sich auf den Baulandbedarf bezieht. Momentan leben 3360 Menschen in Selzach, bis 2035 soll die Bevölkerung auf 3650 bis 3800 Personen anwachsen.

Die Gemeinde strebt ein Anwachsen nach innen an, vor allem entlang der Bahnlinie, betont jedoch, dass es Selzach wichtig sei, dörflich zu bleiben. Als mögliche Einzonung komme auch ein Ackerland beim Bahnhof infrage, was zum Schluss führte, dass Selzach sich entscheiden müsse, ob es sich landwirtschaftlich oder industriell entwickeln wolle.

Aber: Im räumlichen Leitbild werden noch keine Einzonungen vollzogen, sondern nur die Einzonungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ohnehin würde letztlich nur sehr wenig eingezont werden.

Es sollen auch Massnahmen für günstigere Wohnungen geprüft und eine gesellschaftliche Durchmischung gefördert werden, dabei möchte man die Infrastruktur für alle Generationen gewährleisten, vor allem für die ältere Bevölkerung. Das schliesst auch eine gute Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr mit ein.

Nun wird erneut eine Mitwirkung durchgeführt. In der Bevölkerung wird ein Fragebogen verteilt, der bis Mitte Oktober ausgefüllt werden kann. Die definitive Verabschiedung des räumlichen Leitbildes durch den Gemeinderat zuhanden der Gemeindeversammlung erfolgt danach.

Neue blaue Zone wird realisiert

Die Drogerie Geiser erhält täglich viele Reklamationen wegen des öffentlichen Parkplatzes Bielstrasse/Postweg, der oft übervoll sei. Somit werde die Kundschaft gezwungen, verbotenerweise auf dem Trottoir zu parkieren, wenn sie in die Drogerie möchten, oder von einem Besuch in der Drogerie abzusehen.

Dazumal mussten die Drogerie sowie andere Gewerbebetreibende einen beachtlichen Betrag für die öffentlichen Parkplätze zahlen. Otto Lanz, der Ehemann von Inhaberin Marianne Geiser, hat deshalb ein Postulat eingereicht.

Der Gemeinderat will nun das Problem wie folgt lösen: Bei einem Teil der Parkplätze soll die Parkzeit beschränkt werden, damit dort Fahrzeuge nicht den ganzen Tag stehen gelassen werden können.

Dieser Teil des Parkplatzes wird zur blauen Zone. Die Bau- und Werkkommission wird zudem beauftragt, ein Gesamtkonzept für das Abstellen von Fahrzeugen bis Ende Mai 2017 zu erstellen, und Otto Lanz wird gebeten, das Postulat zurückzuziehen.