Bolken
Zum Jupi!!lähum gibt es eine süsse Überraschung

Seit 20 Jahren wird die Mehrzweckhalle Bolken jedes Jahr für den Fasnachtsball dekoriert.

Rahel Meier
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Fasnächtler dekorieren die MZH in Bolken untere Reihe von links: Rebecca Gruber, Pia Bürki, Marianne Gubler und Dominique Meerstetter. Obere Reihe von links: Marco Mathieu, Oskar Fluri, Felix Kaiser, Marc Peyer und Jörn Schmidt.
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Fasnächtler dekorieren die MZH in Bolken
Die Girlanden werden aufgehängt

Fasnächtler dekorieren die MZH in Bolken untere Reihe von links: Rebecca Gruber, Pia Bürki, Marianne Gubler und Dominique Meerstetter. Obere Reihe von links: Marco Mathieu, Oskar Fluri, Felix Kaiser, Marc Peyer und Jörn Schmidt.

Hanspeter Bärtschi

Der Fasnachtsball in Bolken ist weit herum bekannt wegen seiner aufwendigen Dekoration. Seit 20 Jahren bauen einige Enthusiasten jedes Jahr eine komplett neue Kulisse auf. Deko und Motto stimmen dabei natürlich überein. Letztes Jahr verwandelte sich die Mehrzweckhalle in die Burg Bolkenstein und wurde von Rittern und Burgfräuleins bevölkert. Aber die Besucher wurden auch schon in den Wald oder nach Venedig entführt.

Im Jubiläumslook

Dieses Jahr heisst es nun «Jupi!!lähum»: Weil zum 20. Mal dekoriert wird hat sich das neunköpfige OK etwas Spezielles einfallen lassen. Die süsse Überraschung wird am Fasnachtsball heute Freitag um Mitternacht serviert. Schon ab 21 Uhr kann die Dekoration bewundert werden, die ganz im 90-er-Jahre-Look gehalten ist. Es wartet ein übergrosser Kassettenrekorder und auch Super Mario und Nintendo erleben ein Revival.

Immer mehr Aufwand

In Bolken fehlen die Dorfvereine. Dafür gibt es heute «Prisma», den Familienverein. Dieser organisiert unter anderem das Muki- oder das Vaki-Turnen. Aus der Vorgängerorganisation, nämlich aus dem damaligen Jekami-Verein, entstand vor 20 Jahren die Idee, die Fasnacht im Dorf wieder zu beleben. Zuerst wurde eine Böögendisco für die Kinder organisiert, dann begann man mit Dekorationen, eine Kinderschnitzelbankgruppe und ein Erwachsenen-Schnitzelbankgruppen entstanden. Irgendwann beschloss man, am Freitagabend einen Ball durchzuführen und gleichzeitig wurden die Dekorationen immer kreativer und aufwendiger.

Eine Zeit lang wurde viel Holz verarbeitet. Jetzt bleibt man eher bei Karton. Die Bolkner können zudem auch vom speziellen Fachwissen von Oskar Fluri profitieren.

Marc Peyer ist seit Anbeginn mit dabei. Auch Pia Bürki und Marianne Gubler haben 20 Jahre mitgearbeitet. Sie wissen, wie viel Zeit es braucht, die Mehrzweckhalle jeweils fasnächtlich herzurichten. «Das sind bis zu 300 Stunden, die wir investieren», meint Peyer. Und Bauchef Jörn Schmidt, der aus dem grossen Nachbarkanton kommt und eigentlich mit Fasnacht früher gar nichts am Hut hatte, nickt bestätigend. «Dazu kommen noch die Vorbereitungsarbeiten.»

Für einige OK-Mitglieder ist nach dem Jupi!!lähum Schluss. Andere wollen aber weitermachen und hoffen, dass neue Leute nachrutschen. Marc Peyer ist sich bewusst, dass es mit dem Dekorieren alleine nicht gemacht ist. «Wir haben immer eine Tanzmusik bei uns. Die Mehlsuppe, die es um Mitternacht gibt machen wir selbst.» Die Guggen die auftreten müssen verköstigt werden. Das Essen wird serviert.

Darum: Am Fasnachtsball helfen viele weitere Bolkner mit. «Sonst könnten wir das nicht mehr machen.» Die Preise für Essen und Getränke sind übrigens moderat. «Wir müssen nicht Umsatz generieren. Mit den Einnahmen decken wir unsere Unkosten.» Vielleicht macht das auch die Atmosphäre in Bolken aus, die friedlich und freundlich ist. Wegen der Tanzmusik kommen auch Auswärtige an den Ball, genau weil sie eben das Tanzbein schwingen möchte, was früher gang und gäbe war an der Fasnacht.

Schule ist auch dabei

Viel Freude hat das OK, dass sich die Schule jedes Jahr an den Deko-Arbeiten beteiligt. «Die Kinder steuern immer etwas bei, das wir dann aufhängen können.» Herzschmerz haben alle jetzt schon, wenn sie daran denken, dass am Samstagmorgen schon wieder alles weggeräumt wird. «Das ist schlimmer als die Kopfschmerzen vom Vorabend» lachen Peyer und Schmidt.

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