Subingen
Zukunftsvision für das Dorfzentrum

In Subingen soll eine Planungszone allen Beteiligten Zeit verschaffen, um eine gemeinsame Planung anzugehen.

Rahel Meier
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Entlang der Bahnhofstrasse, zwischen «Kreuz» und dem Bahnübergang, soll eine Planungszone aufgelegt werden.

Entlang der Bahnhofstrasse, zwischen «Kreuz» und dem Bahnübergang, soll eine Planungszone aufgelegt werden.

Hanspeter Bärtschi

Es besteht die Absicht, das Restaurant Kreuz in Subingen zu verkaufen. Die Erbengemeinschaft, der die Liegenschaft gehört, hat deshalb auch den Vertrag mit den bisherigen Pächtern aufgekündigt. In der Nachbarschaft des «Kreuz» liegen zudem mehrere Liegenschaften, deren Besitzer im fortgeschrittenen Alter sind.

Es ist deshalb anzunehmen, dass es im Quartier in der nächsten Zeit zu weiteren Handänderungen kommt. Das erst kürzlich genehmigte räumliche Leitbild der Gemeinde hat das Ziel definiert, das Dorfzentrum zu stärken. Der Gemeinderat hat sich deshalb dazu entschlossen, eine Planungszone aufzulegen. Diese umfasst das Gebiet zwischen Luzernstrasse, Bahnhofstrasse bis hin zum Bahnübergang und dem Sagibach. Die Eigentümer der betroffenen Liegenschaften wurden bereits vorgängig über die Absicht informiert.

Gestaltungspläne überarbeiten

Die Planungszone soll es den Behörden ermöglichen, gemeinsam mit den Grundeigentümern die heute gültigen, aber nicht mehr zeitgemässen und nicht untereinander abgestimmten Gestaltungspläne zu überarbeiten. Das Ziel wäre es, einen gesamthaften Gestaltungsplan über das Gebiet zu legen.

Im Weiteren hat der Rat

- zur Kenntnis genommen, dass Anita Valenti als Wahlbüromitglied demissioniert hat und Nicole Wagmann (FDP) neu gewählt;

- diverse Kreditabrechnungen genehmigt: Ersatz der Schliessanlage der Schulanlage für 50 100 Franken; Ersatz der Schliessanlage der Schulanlage und des Mehrzweckgebäudes für 91 100 Franken; Sanierung der Oeschstrasse für 23 799 Franken; Überarbeitung des Leitbildes 1. und 2. Etappe mit total 53 636 Franken;

- beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die sich um die Raumbedürfnisabklärung rund um die Mehrzweckhalle und den Fussballplatz kümmert. (rm)

Die Nähe zum öffentlichen Verkehr sei im Dorfzentrum ideal. Es soll auch künftig möglich sein, im Zentrum einzukaufen. Der Gemeinderat kann sich vorstellen, dass im Zentrum verdichtet gebaut und so mehr attraktiver Wohnraum, auch für Menschen im fortgeschrittenen Alter, geschaffen werden kann. Geprüft werden soll zudem, ob es möglich wäre, einen Saal zu realisieren, den die Gemeinde für Veranstaltungen, wie etwa die Gemeindeversammlung, nützen könnte.

Gleichzeitig mit der Auflage der Planungszone soll ein Studienauftrag erteilt werden, der eine Zukunftsvision erarbeitet und aufzeigt, wie eine künftige mögliche Nutzung und Bebauung im Quartier aussehen könnte.

Die Realisierung möglicher Projekte soll dabei etappenweise möglich sein. Gleichzeitig soll auch die künftige Verkehrssituation mit den Zufahrtswegen und Fusswegverbindungen in die Überlegungen einbezogen werden. Wichtig ist für den Gemeinderat, dass Zwischenergebnisse laufend mit den Behörden und den Grundeigentümern abgesprochen werden, um die Chancen für eine Realisierung abzuschätzen.

Steuereinnahmen machen wieder Freude

Der Gemeinderat Subingen hat zur Kenntnis genommen, dass die Rechnung um 722 775 Franken besser ausgefallen ist als budgetiert war. Das heisst konkret, dass statt eines Defizits ein Ertragsüberschuss von 431 040 Franken resultiert. Finanzverwalter Roland Kummli zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Geld haushälterisch umgegangen wurde. «Ausgabenseitig konnten 400 000 Franken eingespart werden.»

Die Steuererträge stiegen laut Kummli an und zeigen bei den natürlichen Personen einen erfreulichen Wert von
8,62 Mio. Franken und liegen um 220 000 Franken über Budget. Auch bei den juristischen Personen ist der Betrag angestiegen. Statt der budgetierten 550 000 Franken wurden hier 618 000 Franken eingenommen.
Investiert wurde weniger als budgetiert. «Das liegt an den beiden Projekten Radwegverbindung und Bahnhofplatz, die wir auf 2016 verschieben mussten. Der Vorteil ist, dass wir alle Ausgaben aus der laufenden Rechnung heraus finanzieren konnten.»

Die Spezialfinanzierungen haben laut Kummli ebenfalls gut abgeschlossen.
Ende 2015 hat Subingen 6 Mio. Franken Schulden, vier weitere Millionen kommen immer noch für das oz13 dazu. Die Verschuldung liege bei 1013 Franken pro Kopf.
Kummli schlug vor, 400 000 Franken des Ertragsüberschusses für zusätzliche Abschreibungen zu verwenden und die restlichen 31 000 Franken ins Eigenkapital zu übertragen. Dieses würde damit Ende 2015 2,3 Mio. Franken betragen. (rm)