Luterbach
Zuerst wird der Attisholzplatz gebaut – aber was passiert mit der Kläranlage?

Der neue Uferpark auf dem Areal Attisholz Süd in Luterbach nimmt Gestalt an. Ein Baugesuch ist publiziert. Was mit der angrenzenden Kläranlage geschehen wird, ist aber noch unklar.

Urs Byland
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Blick von Attisholz Nord Richtung Luterbach: Die alte Kantine (Gebäude links) könnte dereinst ein Gastronomie-Betrieb werden. Darum herum wird der 3000 Quadratmeter grosse Attisholzplatz gestaltet mit einem Zugang zur Aare rechts von der Brücke.

Blick von Attisholz Nord Richtung Luterbach: Die alte Kantine (Gebäude links) könnte dereinst ein Gastronomie-Betrieb werden. Darum herum wird der 3000 Quadratmeter grosse Attisholzplatz gestaltet mit einem Zugang zur Aare rechts von der Brücke.

Hanspeter Bärtschi

Im Juni gab der Regierungsrat grünes Licht für den Erschliessungs- und Gestaltungsplan Uferpark Attisholz Süd. Promenade, Parksaum und Späckgraben (eingedolter Wasserlauf, der freigelegt wird) gelten damit als baubewilligt.

Darauf gestützt folgt nun bereits ein Baugesuch für den neuen Attisholzplatz. Der Platz umfasst einen Teilbereich des neuen Uferparks Attisholz Süd, und zwar das wahrscheinlich am intensivsten genutzte Landstück zwischen dem Ende der neuen Attisholzstrasse und der Fuss- und Radwegbrücke über die Aare. Beim südlichen Brückenkopf des Übergangs zum Areal Attisholz Nord wurde die frühere Dependance bereits abgebrochen. Es öffnete sich ein besonders grosszügiges Landschaftsfenster zur Aare. Hier zwischen Wald und Kläranlage entsteht der Attisholzplatz in einer Grösse von zirka 60 Meter auf 50 Meter, also rund 3000 Quadratmetern.

Was mit der angrenzenden Kläranlage geschehen wird, ist noch unklar. Für diesen Bereich muss eine weitere Baueingabe gemacht werden. Auch für die alte Kantine muss bei einer Umnutzung eine eigene Baueingabe gemacht werden.

Betonbänder gestalten den Platz

Eine grosse Sitzstufenanlage führt zum Wasser und vermittelt zwischen den unterschiedlichen Höhenlagen von Platz und Uferweg. In der Baueingabe wird auf die Möglichkeit eines Umbaus der ehemaligen Kantine zu einem Gastronomie-Betrieb hingewiesen, ebenso auf eine mögliche Bootsanlegestelle. Im angrenzenden Raum hätte es Platz für beispielsweise eine Skateranlage, eine Bushaltestelle und für Parkplätze. Aktuell sind deren 36 Stück geplant.

Rund um die alte Kantine entsteht der Platz.

Rund um die alte Kantine entsteht der Platz.

uby

Der Platz selber ist keine einheitliche Fläche. Er wird mit 0,5 Meter breiten, Betonbändern gestaltet, die horizontal und vertikal verlegt werden. Mit diesen Bändern werden die Höhenunterschiede zur Aare und zum Späckgraben überwunden. Sie können zugleich als Sitzstufen dienen. Am Flussufer erlaubt eine weitere Kante den direkten Kontakt mit dem Wasser. Die sich aus den Betonbändern ergebenden Flächen sollen unterschiedliche Oberflächenmaterialien (Betonbelag, Natursteinpflaster etc.) erhalten. Der Platz ist in Teilbereichen mit Bussen und Lastwagen befahrbar.

Im Süden wird der Platz von einer baumbewachsenen Allmend begrenzt, im Norden von der Aare. Laternen, Mülleimer, Robidogs und Veloständer sind die einzigen Ausstattungselemente des Platzes. Geplant ist zudem eine markante Baumgruppe. In den beschatteten Bereichen sind Spielmöglichkeiten angedacht.

Auf dem Platz dient das feine Raster der vertikalen oder horizontalen Betonbänder als Führung des Regenwassers in Richtung Späckgraben beziehungsweise Spielbereich. Westlich des Platzes ist der Späckgraben mit einer offenen Rinne geplant. Ein von einer Hecke gesäumter Holzsteg bildet die Grenze zum Wald.

Der Platz soll im nächsten Jahr gebaut werden. Ergänzende Arbeiten sind für das Frühjahr 2019 geplant.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.
4 Bilder
Der 56'000 Quadratmeter grosse Park zieht sich vom Emmenspitz bis zur alten Kläranlage mit den Schwimmteichen. Das Biogen-Betriebsgelände bleibt frei zugänglich.
Uferpark Biogen
Der öffentliche Platz neben der ehemaligen Attisholz-Kantine.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.

zvg