Der Andrang an die Gemeindeversammlung hielt sich in Grenzen. Lediglich 41 Stimmbürger fanden sich ein. Ein Grund dafür mag unter anderem die Bürgergemeindeversammlung gespielt haben, die zur gleichen Zeit stattfand.

Die Rechnung 2016 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 7,858 Millionen Franken äusserst erfolgreich ab, budgetiert war ein Überschuss von rund einer Million Franken. «In dieser Legislatur konnten wir kontinuierlich den Schuldenberg von 50 Millionen Franken abbauen», äusserte sich Gemeindepräsident Stefan Hug erfreut. Die Schulden lägen nun nach diesem Rechnungsjahr noch bei 31 Millionen Franken. Davor sei nicht etwa schlecht gewirtschaftet worden, die Wirtschaftskrise sei der Grund für die anfallenden Schulden gewesen.

Die Versammlung hat weiter den pauschalen Abgeltungen an das Sportzentrum zugestimmt und damit einen Betrag von 1,786 Millionen Franken gesprochen, der in vier Raten bis 2021 bezahlt wird. Das Reglement und der Gebührentarif zum Friedhof- und Bestattungswesen, die Anpassungen des Steuerreglements sowie des Bau- und Zonenreglements (Fremdreklamen) wurden gutgeheissen.

Auch die erneute Erhöhung der hauswirtschaftlichen Gebühr für die Spitex-Dienste auf 45 Franken pro Stunde fand Zuspruch. Wie die Leiterin der Spitex-Dienste Patricia Häberli erklärte, würde ein solcher Betrag bereits von den anderen Spitex-Diensten verwendet. Mit der Erhöhung strebt die Zuchwiler Spitex eine bessere Kostendeckung an.

Mitwirkung beim Freibad

Hug dankte am Ende der Versammlung der Scintilla, die ihr 100-jähriges Bestehen feiert, für ihre Treue. Weiter informierte er zum Geschäft Freibad. Die Sanierung sei längst überfällig. Dabei wird ein Winterbetrieb angestrebt, was in der Region eine Angebotslücke füllen würde. Das Angebot für das Schwimmen im Winter sei ungenügend.

Das Sportzentrum erhofft sich dadurch, weniger Defizite zu schreiben. Am 21. August wird das Geschäft im Gemeinderat behandelt, am 5. September findet eine öffentliche Mitwirkung statt, schliesslich wird mit grosser Wahrscheinlichkeit eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen und danach noch eine Urnenabstimmung erfolgen. Es geht um einen Betrag in der Höhe von rund 9 Millionen Franken.