Neues System

Zu viele Wildunfälle: Gemeinde Riedholz will Unterstützung

Ende September verunfallte zwischen Riedholz und Flumenthal ein Wildhüter. (Archiv)

Ende September verunfallte zwischen Riedholz und Flumenthal ein Wildhüter. (Archiv)

Der Gemeinderat von Riedholz macht sich Sorgen über die vielen Wildunfälle. Neue Geräte sollen die Rehe warnen. Die Kosten dafür will die Gemeinde aber nicht alleine tragen.

Immer wieder werden Wildtiere auf dem Gemeindegebiet von Riedholz von Autos überfahren. Die Gemeinde ist umgeben von viel Wald mit drei Wildkorridoren.

Vor allem auf der Baselstrasse Richtung Hinter-Riedholz kommt es oft zu Unfällen. Vor einem Monat wurde ein Wildhüter im Gebiet vom «Bipperlisi» erfasst und tödlich verletzt, als er nach einem angefahrenen Tier suchte.

«Die Unfälle machen uns Sorgen», sagt Gemeindepräsidentin Jasmine Huber (FDP). Doch der Gemeinde seien die Hände gebunden. Nun haben die Jäger interveniert, damit die Situation verbessert wird.

Warnsystem für Wildtiere

Ausgeschlossen sei eine bauliche Lösung. Ins Auge fasst man nun ein Warnsystem für die Wildtiere, damit diese während ihrem instinktiven Kreuzen der gefährlichen Strasse nicht mehr unter die Räder kommen. Wie dieses System genau ausgestaltet ist, bleibt offen. Sicher ist, dass die Geräte die Gemeinde teuer zu stehen kommen.

Von 25 000 Franken ist die Rede. «Wir sind der Meinung, dass ein grösserer Kreis diese Kosten tragen soll», sagt Huber. Schliesslich gehe das Problem nicht nur Riedholz an, sondern die Natur müsse geschützt werden. «Es ist eine Investition im Sinne des Kantons und deshalb auch seine Aufgabe.» Der Kanton soll bei der Finanzierung mithelfen, fordert man in Riedholz. (crs)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1