Raubtierpark
Zu kurze Fristen für Räumung: René Strickler reicht Beschwerde ein

Der Besitzer des Raubtierparks in Subingen wehrt sich mit einer Beschwerde an das Solothurner Obergericht gegen die drohende Zwangsräumung. Ob die Beschwerde von René Strickler eine aufschiebende Wirkung hat, ist zunächst unklar.

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René Strickler mit dem Tiger Arisha. Der Raubtierpark-Besitzer reicht Beschwerde ein.

René Strickler mit dem Tiger Arisha. Der Raubtierpark-Besitzer reicht Beschwerde ein.

Hanspeter Baertschi

Rechtzeitig vor Ablauf der Frist hat Raubtierpark-Besitzer René Strickler beim Obergericht Beschwerde zum Urteil des Amtsgerichtes Bucheggberg-Wasseramt eingelegt. Das bestätigt Obergerichtsschreiber Heinz Schaller gegenüber dieser Zeitung.

Der Amtsrichter hatte in seinem Urteil Fristen für die Räumung des Raubtierparkes gesetzt.

Kleintiere müssen bis zum 16. Juni, die Raubkatzen bis am 14. Juli umplatziert sein. «Zu kurzfristig», wie Strickler bereits nach Urteilsverkündung erklärte.

Beim Obergericht wird man nun die Beschwerde studieren und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Auf dem Gelände des Raubtierparks leben insgesamt 18 Löwen, Tiger und Pumas. Das Land, auf dem sich der Park befindet, gehört der Solothurner Immobiliengesellschaft Espace Real Estate AG.

In einem Vergleich mit der Landbesitzerin hatte sich Strickler verpflichtet, bis Ende 2015 das Areal geräumt zu haben. Ursprünglich war ihm das Gelände im September 2008 gekündigt worden. Er erhielt zwei Mieterstreckungen.

Gemäss Espace Real Estate besteht im Grundsatz die Möglichkeit, dass Strickler das Gelände kaufen kann. Der Preis beträgt rund 14 Millionen Franken. Der Raubtierpark-Betreiber versicherte wiederholt, er werde das Geld bald beisammen haben. (uby/sda)