Lommiswil

Zirkus «Pitypalatty» kennt keine Altersgrenze nach oben

Das Alter spielt beim Kinder- und Jugendzirkus keine grosse Rolle. Die Hauptsache: Die Artisten und Artistinnen von «Pitypalatty» nehmen das Publikum in Lommiswil mit auf eine geheimnisvolle Reise.

Eine gestrandete Truhe wird entdeckt und sorgt für grosse Faszination. Jedes Mal, wenn sie geöffnet wird, offenbart sich eine neue Geschichte, welche eine spannende Reise mit sich bringt. Was für Erinnerungen die Truhe in ihrem Innern verbirgt, erfahren die Zuschauer an der diesjährigen Aufführung des Kinder- und Jugendzirkus «Pitypalatty». Die jungen Artisten und Artistinnen werden das 15. Programm «Gestrandet» präsentieren, wobei das Publikum, wie es auch der Programmname verrät, in die geheimnisvolle Welt auf hoher See eintauchen wird.

Damit die jährliche Aufführung einwandfrei verläuft, trainieren die Kinder und Jugendlichen jeden Samstag mit einem professionellen Leistungsteam aus Pädagogen und Menschen mit musikalischem und artistischem Hintergrund. Diese reisen aus verschiedenen Kantonen an und erarbeiten mit den Akrobaten und Akrobatinnen die verschiedenen Zirkuskünste.

Junge Talente

Bei einer Hauptprobe fehlt es nie an Spannung. Sei es das Jonglieren auf dem Einrad, die riskanten Bewegungen am Trapez, die Luftakrobatik auf schwindelerregender Höhe oder das Balancieren auf dem Seil. Sogar die jüngsten Artisten und Artistinnen präsentieren ihre Choreografie ohne Schwierigkeiten.

Die elfjährige Fiona turnt seit einem Jahr bei «Pitypalatty» mit. Trotz des Altersunterschieds hält sie gut mit den anderen mit. «Die Bewegungen am Trapez gefallen mir am meisten», sagt sie. Auch im Orchester, das bei jeder Aufführung live mitspielt, ist ein Jüngling anzutreffen. Der neunjährige Schlagzeugspieler sorgt mit seinem musikalischen Talent für Begeisterung.

Barbara von Arx ist sehr zufrieden mit der Leistung der Kinder und Jugendlichen. Die Leiterin des Kinder- und Jugendzirkus «Pitypalatty» übernahm zusammen mit Miron Rohde die Regie für die diesjährige Aufführung. «Nach dem zehnten Lebensjahr können sich die Kinder bei uns anmelden», sagt sie. Nach oben sei das Alter nicht begrenzt. «Alle können so lange mitmachen, wie sie wollen und Zeit zum Trainieren haben.»

So wie die 23-jährige Leonie Bolliger würden einige ehemalige Artisten weiterhin als Trainingsleiter mitwirken. Bolliger spielte als Kind mehrere Jahre im Zirkus mit. «Ich wollte schon immer Artistin werden, jedoch fehlte mir damals die Zeit zum Üben», erinnert sie sich. Nun ist sie seit zwei Jahren als Trapeztrainerin bei «Pitypalatty». «Ich arbeite sehr gerne mit Kindern. Deshalb finde ich es immer wieder toll, deren Entwicklung mitzuerleben.»

Trainingslager in Budapest

Nebst den wöchentlichen Proben können die Kinder und Jugendlichen auch Ferienkurse besuchen, die unter anderem an einer Zirkusschule in Budapest stattfinden. Die Zirkusleiterin von Arx, die selbst als Kind am Kurs in Ungarn teilnehmen durfte, berichtet von weiteren Zusatzauftritten und Workshops.

An der Premiere erwartet die ausgebildete Bewegungsschauspielerin, die dieses Jahr nicht aktiv mitspielt, bis zu 300 Zuschauer. Thema und Programm der Vorstellung hat sie zusammen mit den Kindern besprochen, da ihr die Ideen und Wünsche der Artisten und Artistinnen sehr wichtig seien. Von Arx: «Es wird eine sehr spannende Aufführung auf hoher See.» Wer in diese Erlebniswelt eintauchen will, sollte demnach vorher tief Luft holen.

Aufführungen in der Dorfhalle: Samstag, 28. Mai, um 17 Uhr. Sonntag, 29.Mai, um 11 Uhr

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1