Maria
Zeitplan und Kosten sind auf Kurs bei der Sanierung der Oberdörfer Kirche

Mitte September sollte die Sanierung der Kirche Maria Oberdorf abgeschlossen sein. Das liegt im Zeitplan – und auch die Kosten für die Renovation halten sich bisher im Rahmen des Budgets.

Rahel Meier
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Überblick über die Sanierung der Kirche in Oberdorf SO
9 Bilder
Blick aufs Dach Ende Mai 2017. (Archiv)     
Der Glockenturm
Gut festgezurrt werden die demontierten Zifferblätter Ende Mai in die Werkstatt transportiert
Ein Zifferblatt bleibt am Kirchturm, dieses wurde bereits vor einigen Jahren restauriert.
Die Spitze auf der Gnadenkapelle musste ausgebessert werden
Simon Heiniger vergoldet das Turmkreuz neu
Anfang August werden die Zifferblätter wieder montiert.
Auch die Sonnenuhr wird restauriert

Überblick über die Sanierung der Kirche in Oberdorf SO

Thomas Ulrich

Die Sanierung der Kirche in Oberdorf schreitet planmässig voran, wie Architekt Peter Widmer erklärt. «Wir machen eine Unterhaltsrestaurierung der Gebäudehülle.» Das heisst, dass Verputz und Farbanstriche an der Fassade ausgebessert und erneuert werden. Vor allem das Holzwerk, das dem Wetter ausgesetzt ist, muss alle paar Jahre unterhalten werden.

Da ein Gerüst aufgestellt wurde, mache man gleichzeitig auch die nötigen Unterhaltsarbeiten an den Fenstergittern und an den Bleiverglasungen der Fenster. Zudem wird alles geputzt. Restauriert wird auch die Sonnenuhr an der Südseite der Kirche. «Diese ist leicht verwittert. Das ist ein normaler Prozess», so Widmer.

Doppelte Anzahl Ziegel

Grössere Eingriffe gab es beim Kirchendach. «Wir haben uns dazu entschieden, eine sogenannte Doppeldeckung zu machen. Das heisst, dass wir nun fast doppelt so viele Ziegel auf dem Dach haben.» Die letzte Sanierung des Daches wurde vor 30 Jahren ausgeführt. Seither haben sich laut Widmer die Witterungsverhältnisse markant verändert. Die Heftigkeit der Ereignisse, egal ob starker Wind oder Gewitter, hätten zugenommen. «Das Dach soll ja wieder 50 Jahre halten. Deshalb haben wir uns für die erwähnte Doppeldeckung entschieden.»

Blick aufs Dach Ende Mai 2017. (Archiv)     

Blick aufs Dach Ende Mai 2017. (Archiv)     

Hansjörg Sahli

Mitte September sollte die Sanierung abgeschlossen sein. Ziemlich genau im Zeitplan. Dieser konnte eingehalten werden, weil intern immer wieder Arbeiten vorgezogen werden konnten, wenn andere sich nach hinten schoben. Überraschungen habe es wenig gegeben – und es sollten auch keine mehr folgen. «Positiv überrascht wurden wir allerdings durch den Zustand der Turmkreuze.»

Das grosse auf dem Hauptturm und das kleine auf dem Turm auf der Südseite waren in einem so guten Zustand, dass sie nicht demontiert werden mussten, sondern vor Ort aufgebessert wurden. «Nun hoffen wir dasselbe beim Kreuz, das auf dem Dach der Gnadenkapelle steht.» Dieses können sich die Fachleute aber erst genauer ansehen, wenn die Neulattung auf dem Dach montiert ist.

Das Kostendach von 830'000 Franken, das durch die Kirchgemeindeversammlung gesprochen wurde, sollte ebenfalls eingehalten werden, meint Widmer.

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