Aeschi
Zehn Jahre Planungszeit für das Aeschimoos führten zu einem «schönen Projekt»

Rahel Meier
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Stefan Berger (links, Gemeindepräsident Aeschi), Jonas Lüthy (Mitte) und Bernard Staub (beide Amt für Raumplanung) eröffnen den Steg offiziell.

Stefan Berger (links, Gemeindepräsident Aeschi), Jonas Lüthy (Mitte) und Bernard Staub (beide Amt für Raumplanung) eröffnen den Steg offiziell.

Rahel Meier

«Es ging zwar viel länger, als wir dachten, aber das Projekt wurde auch besser.» Bernard Staub (Chef Amt für Raumplanung) freute sich, dass er die Renaturierung des Aeschimoos vor seiner Pensionierung noch erleben durfte. «Wir hatten noch nie eine so intensive Mitwirkung, wie hier in Aeschi.» Zwischendurch seien auch die Späne geflogen. Am Schluss hätten alle: Landwirte, Bewirtschafter, Gemeinde, Bürgergemeinde, Burgseeverein, Anstösser und die Mitarbeitenden der kantonalen Ämter, dazu beigetragen, dass «das hier ein schönes Projekt geworden ist». Auch wenn die Renaturierung abgeschlossen sei, ziehe sich der Kanton nun nicht einfach zurück. «Wir sind hier und helfen, wenn jemand Fragen hat.»

Das Ziel sei klar, die Biodiversität im Aeschimoos soll noch weiter gesteigert werden, erklärte Jonas Lüthy (Projektleiter). Ausgegangen sei die Renaturierung vom Burgseeverein, der schon im Jahr 2009 eine Projektidee hatte und das Dornackerbächli renaturieren wollte. Daraus sei aber nichts geworden, und man habe die Idee erst zwei Jahre später wieder aufgenommen. Ziel des Projektes, das sich danach entwickelte, war, den Torfkörper im Aeschimoos zu erhalten. Dafür mussten die vorhandenen Drainagen aufgehoben werden. «Trotzdem wollten wir, dass der Boden weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann», so Lüthy.

Bauarbeiten abgeschlossen

«Es war eine Mitwirkung mit Wirkung.» Eine Reihe von Anpassungen seien in das Projekt eingeflossen. «Am Schluss war niemand komplett zufrieden, aber auch niemand ganz unzufrieden.» Die Bauarbeiten seien in der Zwischenzeit alle abgeschlossen und man habe den ehemaligen Flurweg rekultiviert. Das spezielle Saatgut, das den Bauern zur Verfügung gestellt wurde, sei sorgfältig ausgesät worden. «Bereits sind vier von sechs Indikatoren zu sehen. Ich bin überzeugt, dass das Attest bereits nächstes Jahr ausgestellt wird, und damit auch Beiträge an die Bewirtschafter fliessen.» Man werde die Flächen beobachten und wenn nötig, die Bewirtschaftung optimieren. Humus, der möglicherweise mit Erdmandelgras durchsetzt ist, habe man in einer Zwischendeponie abgelegt. «Wenn das Erdmandelgras tatsächlich ausschlägt, werden wir die Erde entsorgen.»

Abschliessend rühmte Lüthy auch den Steg, der gleichzeitig mit der Renaturierung erstellt wurde und der den Spazierweg um den See nun viel näher ans Ufer gebracht hat. «Die Leute haben Freude daran. Wir haben viel positives Echo.»