Langendorf

Zahlungssystems oder Badge? Bei der Entsorgung soll sich wegen zunehmendem Abfall etwas ändern

Die Sammelstelle beim Werkhof Langendorf wird rege genutzt – auch von Auswärtigen, was  den Gemeinderat nun auf den Plan gerufen hat.

Die Sammelstelle beim Werkhof Langendorf wird rege genutzt – auch von Auswärtigen, was den Gemeinderat nun auf den Plan gerufen hat.

Die Abfallmenge bei der Sammelstelle Werkhof nimmt zu. Zudem laden immer wieder Auswärtige ihren Müll dort ab. Der Gemeinderat von Langendorf will eine Verschärfung der Regeln.

Langendorfs Umweltschutzkommission stellt fest, dass sich die Situation sowohl bei der Annahme wie auch bei der Sammlung von Abfällen laufend verschlechtert. Aufgrund zunehmender Mengen würde auch der Zeitaufwand für die Bewirtschaftung sowie die Entsorgungskosten steigen. Sodass aus Sicht der Kommission das Ganze in Zukunft kaum noch kostendeckend zu bewältigen sein wird. Erhielt die Gemeinde bis Ende 2019 für die Sammelgüter Altmetall und Karton noch eine Vergütung, so zahlt Langendorf heute für die Entsorgung.

Umliegende Entsorger hätten bereits auf die Kostensituation reagiert und verlangen ein Entgelt. Dies stellt die Gemeinde vor ein weiteres Problem: Auswärtige, die teilweise längere Fahrtstrecken bis Langendorf auf sich nehmen und vermehrt ganze Abfallberge im Werkhof entsorgen. Das direkte Gespräch mit diesen Leuten zu suchen, war derweil wenig erfolgreich. Von wüsten Beschimpfungen unter der Gürtellinie erzählt Ivan Flury und auch Daniel Hürlimann wusste von ähnlichen Begegnungen zu berichten.

Soll ein Zahlungssystem eingeführt werden?

Unterschiedliche Lösungsansätze wurden daher andiskutiert. Nebst der Einführung eines Zahlungssystems wurde ebenfalls das Verlangen geäussert, die Öffnungszeiten des Werkhofs massiv zu reduzieren. Auch eine ständige Besetzung mit Mitarbeitenden, während die Entsorgungsstelle geöffnet hat, oder ein Zugangssystem via Badge, welche nur den Einwohnern ausgehändigt werden, wurden thematisiert.

Die Aufgabe, konkrete Vorschläge auszuarbeiten, wird aber letztlich der Umweltschutzkommission zuteil. Sie wird mit der Überprüfung der Recycling- und Entsorgungssituation beauftragt und soll mit verschiedenen Varianten wieder an den Rat gelangen.

Schulbauten A, B, C und D sollen saniert werden

Gemäss Finanzplan 2021 bis 2025 sind für das kommende Jahr aktuell Investitionen in der Höhe von 1,45 Mio. Franken und im Folgejahr von 2,37 Mio. Franken vorgesehen. Nicht inbegriffen sind dabei die Kosten für das Generationenprojekt Schulraumerweiterung. Ab 2023 pendeln sich die Investitionsausgaben zwischen eine Mio. und rund 521'000 Franken ein.

Allerdings wird es nach Diskussionen im Rat noch zu Verschiebungen kommen. Denn ein grosser Teil der Investitionen entfällt auf die Schulbauten A, B, C und D. Anfang Jahr erstellte die Firma Bleifrei Architekten GmbH eine Bedarfsanalyse zu deren Sanierungsbedarf. Die daraus abgeleiteten Umbauprojekte wurden gemäss ihrer Priorisierung auf die kommenden fünf Jahre verteilt.

Nicht alle Sanierungen werden ausgeführt

Grund zur Diskussion lieferten die angedachten Investitionskosten der Jahre 2021 und 2022 für das Schulbau B, welche mit rund 215'000 Franken respektive 750'000 Franken zu Buche schlagen. Dies betrifft unter anderem die akustische Sanierung zweier Klassenzimmer im Obergeschoss sowie die Hüllensanierung des Gebäudes. Für Hürlimann eindeutig zu früh in Anbetracht dessen, dass die 18 Mio. Franken teure Schulraumerweiterung noch bis 2022 läuft. «Ich will dieses Projekt zuerst verdaut haben», sagt er und plädierte für eine Verschiebung der Sanierungspläne um zwei Jahre.

Auch die restlichen Ratsmitglieder stimmten mit Hürlimann überein. Zumal sich die Gemeinde auf die Fahne geschrieben habe, während der Dauer des Generationenprojektes auf weitere Investitionen weitestgehend zu verzichten oder sich zumindest an eine Obergrenze von 1,2 Mio. Franken zu halten.

Bauverwalter Urs Zaugg zeigte sich grundsätzlich offen gegenüber einem Aufschub, solange dieser sich nicht über zehn Jahre hinziehe. Denn dies würde den Rahmen des Erträglichen für die in die Jahre gekommenen Bauten sprengen. Einzig bei der Sanierung der Wasser- und Elektroverteilung (110'000 Franken) wird aufgrund der Dringlichkeit auf eine zeitliche Verschiebung verzichtet.

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