Gemeindeversammlung

Zahlen Subingens Einwohner zu viel für den Strom?

Die Gemeindeversammlung wurde von der Diskussion über die Neuverpachtung des Stromnetzes dominiert.

Die Gemeindeversammlung wurde von der Diskussion über die Neuverpachtung des Stromnetzes dominiert.

Einigen geht es zu wenig schnell mit der Neuverpachtung des Subinger Stromnetzes. Sie warfen dem Gemeinderat an der Gemeindeversammlung vor, die Vergabe zu verzögern.

Subingen ist eine der neun Gemeinden in der Region, die noch Besitzerin eines eigenen Stromnetzes ist und dieses an eine Netzbetreiberin verpachtet. Im Jahr 2017 kündigte man den damaligen Vertrag mit der AEK Energie AG und danach wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich um die Neuverpachtung der Netzebene 7 kümmern soll. «Bevor wir die Pacht neu vergeben können, müssen wir aber das Werkreglement ändern», so Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold an der Gemeindeversammlung. Denn im jetzigen Reglement ist die AEK als Pächterin aufgeführt. In sechs Paragrafen muss deshalb neu das Wort «Netzbetreiberin» aufgeführt werden. Damit sei man künftig frei in der Wahl.

Die Diskussion um die Anpassung des Werkreglementes entwickelte sich danach allerdings zu einem Schlagabtausch zwischen drei Personen. Angestossen wurde die Diskussion von Jürg Rihs. Er wollte vom Gemeindepräsidenten wissen, wieso der Gemeinderat den Pachtvertrag für das Stromnetz der Gemeinde vergibt und die Gemeindeversammlung dazu nichts zu sagen habe. «Immerhin geht es hier um viel Geld das wir Strombezüger für den Strom zahlen.» Andreas Zimmermann erklärte wenig später, dass ihm auf der Gemeindeverwaltung die Einsicht in die Akten zu diesem Geschäft verweigert wurde und dass man in Subingen viel zu viel für den Strom bezahlen müsse, weil die Neuverpachtung immer wieder verzögert wurde. Hans Ruedi Ingold machte deutlich, dass die Unterlagen zur Pachtvergabe nicht öffentlich seien, weil dieses Thema in einer Arbeitsgruppe besprochen wurde. «Die Protokolle der Arbeitsgruppen und der Kommissionen sind nie öffentlich. Auch die Gemeinderäte wissen zurzeit noch nicht, wie der Antrag der Arbeitsgruppe lauten wird und wer die Pacht erhält.» Er erklärte zudem nochmals, dass die Pacht nicht neu vergeben werden könne, bevor das Reglement nicht angepasst wurde. Der Gemeinderat sei zudem nach Gesetz dazu verpflichtet, das Netz derjenigen Anbieterin zu verpachten, die das beste Angebot unterbreite. Die Gemeinde verkaufe keinen Strom, sie verpachte nur das Netz und erhalte dafür einen Pachtzins.

Motion Zimmermann wurde abgeschrieben

Nachdem die Diskussion noch weiter hin und her wogte, stellte Andreas Zimmermann schliesslich den Antrag, das Werkreglement zurückzuweisen und es erneut zu überarbeiten. Dieser Antrag wurde mit 7 Ja-Stimmen und 38 Nein-Stimmen aber abgelehnt und den Anpassungen im Reglement anschliessend mit grossem Mehr zugestimmt.

Nach der Zustimmung zum Werkreglement konnte auch die Motion «Stromversorgung Subingen» abgeschrieben werden. Diese war im November 2019 von Andreas Zimmermann eingereicht worden. Er forderte darin, dass die Stromversorgung per 2021 neu geregelt werden müsse. «Dieses Anliegen ist damit erfüllt», so Ingold.

Diskussionslos wurde danach der Beitritt zur Wasserversorgung Wasseramt AG und die Auflösung des bisherigen Zweckverbandes Wasserversorgung äusseres Wasseramt genehmigt. Auch die Statutenrevision des Zweckverbandes Schulkreis Wasseramt Ost gab keinen Anlass zu Fragen. Die Jahresrechnung wurde ebenfalls genehmigt.

Nach 25 Jahren im Schuldienst für die Gemeinde Subingen wurde Barbara Hofer an der Gemeindeversammlung verabschiedet. Schulleiter Sandro Reichen nahm Pestalozzi zur Hilfe, um die Arbeit Hofers zu umschreiben: «Kopf, Herz und Hand». Dabei sei das Herz für die Kinder immer das Wichtigste gewesen. «Du wolltest zudem immer wissen, was im Kopf der Kinder vorgeht, die du in deiner Arbeit begleitest», so Reichen. So sei Barbara Hofer ab und zu auch ungewöhnliche Wege gegangen, wenn es um die Förderung der Schulkinder ging. Barbara Hofer bedankte sich für die Ehrung und dafür, dass ihr über so viele Jahre so viele Schulkinder anvertraut wurden.

Barbara Hofer verabschiedet

Nach 25 Jahren im Schuldienst für die Gemeinde Subingen wurde Barbara Hofer an der Gemeindeversammlung verabschiedet. Schulleiter Sandro Reichen nahm Pestalozzi zur Hilfe, um die Arbeit Hofers zu umschreiben: «Kopf, Herz und Hand». Dabei sei das Herz für die Kinder immer das Wichtigste gewesen. «Du wolltest zudem immer wissen, was im Kopf der Kinder vorgeht, die du in deiner Arbeit begleitest», so Reichen. So sei Barbara Hofer ab und zu auch ungewöhnliche Wege gegangen, wenn es um die Förderung der Schulkinder ging. Barbara Hofer bedankte sich für die Ehrung und dafür, dass ihr über so viele Jahre so viele Schulkinder anvertraut wurden.

Spatenstich für Turnhallenneubau geplant

Mit Freude nahmen die Stimmberechtigten zur Kenntnis, dass am nächsten Montag der Spatenstich für die Dreifach-Sporthalle beim OZ13 ausgeführt wird. «Wir hoffen, dass wir im Herbst 2021 einziehen können», so Michael Kummli (Präsident Arbeitsgruppe). Etwas länger dauert es dafür, bis der Vereinspavillon gebaut wird. «Wir sind im Zeitplan etwas hintennach», so Arbeitsgruppenpräsident Urs Ledermann. «Wir wollen das Beste für die Vereine herausholen und darum haben wir viel diskutiert. Jetzt sind wir der Lösung aber einen Schritt näher.»

Hans Ruedi Ingold informierte dann, dass in Subingen ein Pflegeheim gebaut werden soll. Ein Grundstück am Dahlienweg wird umgezont. Später wird dann das Heim, das heute noch in Horriwil betrieben wird, in den Neubau ziehen. «Wir hoffen, dass damit auch die Initialzündung für die Zentrumsplanung gegeben wird und dort später Alters- und Pflegewohnungen gebaut werden können.»

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