Wasseramt

Zahlen sprechen gegen die Tangential-Buslinie

Die neue Buslinie nach Attisholz Süd wurde rasch realisiert. Die Wasserämter Tangentiallinie muss noch warten.

Die neue Buslinie nach Attisholz Süd wurde rasch realisiert. Die Wasserämter Tangentiallinie muss noch warten.

Die Wasserämter Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten sind erstaunt. Das Amt für Verkehr und Tiefbau lehnt die Einführung einer Buslinie 18 ab.

Mitte August haben die Wasserämter Gemeinden Post erhalten vom Amt für Verkehr und Tiefbau. Dabei ging es erneut um die Einführung der Buslinie 18, der Tangentiallinie, die Deitingen, Subingen, Horriwil, Kriegstetten, Recherswil, Obergerlafingen und Gerlafingen miteinander verbinden und deren Bevölkerung an die Bahnhöfe in Gerlafingen und Deitingen bringen soll. Im Wasseramt wird für einen Versuchsbetrieb dieser Linie gekämpft, der Kanton lehnt ab, weil der geforderte Kostendeckungsgrad nicht erreicht werde.

Ein zweiter Vorstoss aus dem Wasseramt wurde nun ebenfalls negativ beantwortet. Zwar würde die Linie 18 laut den Prognosen des Kantons eine Auslastung von durchschnittlich 9,28 Personen ausweisen. Die geforderte Anzahl von sechs Personen müsse aber nicht verteilt auf eine Fahrt im Bus sitzen, sondern von A bis B erfüllt sein. Philipp Heri (Gerlafingen) nahm dies so zur Kenntnis. «Für einen Versuchsbetrieb müssten wir mit rund 120'000 Franken rechnen.»

Das wäre nur möglich, wenn auch Firmen mitzahlen würden. Michael Ochsenbein (Luterbach) fand die Konstellation insgesamt «interessant». «Der Kantonsrat hat sich für die Einführung der Tangentiallinie ausgesprochen, das Geld dafür ist vorhanden.» Dass ein Amt die Einführung ablehne, sei etwas Neues und politisch nicht ganz einfach. Bruno Meyer (Etziken) machte seine Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam, dass die Linie 18 auch im Vorstand der Regionalplanungsgruppe noch Thema sei.

Die Gemeinden Biberist, Derendingen, Gerlafingen und Zuchwil haben gemeinsam mit der Regionalplanungsgruppe und Vertretern des Kantons eine Arbeitsgruppe gebildet. Es geht dabei um die «Umfahrung Gerlafingen Nord». Dieses Projekt ist nach wie vor im kantonalen Richtplan enthalten. In der Arbeitsgruppe ist man sich aber nicht sicher, ob es das Richtige ist, um die Gemeinden vom Verkehr zu entlasten. Deshalb wolle man gemeinsam eine Lösung erarbeiten, die allen diene. «Das muss keine neue Strasse sein», so Stefan Hug-Portmann (Biberist). Erste Ergebnisse werden im Jahr 2022 erwartet. Neu soll auch Kriegstetten einbezogen werden. Denn Kriegstetten sei mit dem Autobahnanschluss von einer Planung ebenfalls betroffen.

Meistgesehen

Artboard 1