Äusseres Wasseramt
Wohnort gleich Schulort ist ab 2021/22 nicht mehr gewährleistet

Gemeindepräsidenten und Schulausschuss der regionalen Schule äusseres Wasseramt entscheiden sich für neue Regeln.

Urs Byland
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Bolken ist ein Schulstandort der regionalen Schule äusseres Wasseramt.

Bolken ist ein Schulstandort der regionalen Schule äusseres Wasseramt.

Hanspeter Bärtschi

Kleine Meldung grosse Wirkung: Unter diesem Motto könnte man die Nachricht der regionalen Schule äusseres Wasseramt verstehen. So schreibt Yvonne Fürst, Präsidentin des Schulausschusses, einerseits über die externe Schulevaluation (siehe Kasten), andererseits im letzten Abschnitt der Mitteilung von einem Paradigmenwechsel.

Ab dem Schuljahr 2021/2022 können die Schülerinnen und Schüler der regionalen Schule auch an einem anderen Schulstandort als dem ihrer Wohngemeinde unterrichtet werden. Bis anhin besuchen alle Schulkinder der vier Schulstandorte Aeschi, Bolken, Drei Höfe und Etziken die Schule an ihrem Wohnort. Dieser Entscheid sei vom Schulausschuss in Absprache mit den Gemeindepräsidien getroffen worden.

Chancengleichheit soll gewährleistet werden

Begründet wird dieser Entscheid damit, dass Qualität und Struktur der regionalen Schule äusseres Wasseramt nur aufrechterhalten werden können, wenn die Klassengrössen optimiert werden. Mit dieser Massnahme, so die Mitteilung der Präsidentin, könnten Chancengleichheit und Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler der regionalen Schule äusseres Wasseramt gewährleistet werden.

Für Präsidentin Yvonne Fürst ist aber klar, dass «dies eine grosse Sache für die regionale Schule ist», weiterführende Informationen könne sie aber aktuell nicht geben. «Alle sollen gut informiert werden, deshalb wollen wir zuerst die Betroffenen, die Eltern und Familien ausführlicher informieren.» Dies soll noch in dieser Woche geschehen.

Laut beteiligten Eltern wird der Entscheid mit einer gewissen Gelassenheit entgegengenommen. Auswirkungen würden sich erst bei der Umsetzung des Entscheids zeigen.

Die Ampeln stehen auf «Grün»

Im Rhythmus von sechs Jahren werden die Volksschulen im Kanton durch eine externe Stelle überprüft. Die externe Schulevaluation kontrolliert, ob die regionale Schule äusseres Wasseramt die elementaren Qualitätsanforderungen, welche an sie gestellt werden, erfüllen. Die Behörden und die Eltern sollen darüber ins Bild gesetzt werden, ob die Schule in ihrem Kern funktionsfähig ist oder ob bezüglich der Grundanforderungen Defizite vorliegen. Im September 2020 wurden die Eltern, die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen schriftlich befragt. Das Evaluationsteam hat die Fragebogen ausgewertet und anlässlich des zweitägigen Besuches vor Ort diese Resultate in ihre Beobachtungen einfliessen lassen. Bei den Interviews mit allen an der Schule beteiligten Personen wurden die Rückmeldungen aus den Vorbefragungen eingebunden.

In der letzten Dezemberwoche hat das Evaluationsteam nun das Resultat mitgeteilt. Alle Ampeln stehen auf «Grün». Die Qualität der regionalen Schule äusseres Wasseramt entspricht somit den kantonalen Anforderungen.