Buchegg
Wohnheim wird saniert

Das Blumenhaus will nächstes Jahr das alte Wohnheim für Erwachsene renovieren. 14 Personen mit einer Behinderung sollen dort Unterschlupf finden.

Urs Byland
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Das alte Wohnheim soll südlich (links) erweitert werden und beim Eingang einen Bettenlift erhalten.

Das alte Wohnheim soll südlich (links) erweitert werden und beim Eingang einen Bettenlift erhalten.

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Im Sommer feierte das Blumenhaus Buchegg die Einweihung des neuen Wohnheims für Erwachsene. Jetzt werden die Gewerbler aus der Umgebung wieder eingespannt. Das alte Wohnheim für Erwachsene soll umfassend renoviert werden. Eröffnet wurde dieses 1972.

«Damals war es aber kein Wohnheim für Erwachsene. Es war das Personalhaus. Es gab einen Gang sowie links und rechts Zimmer», erklärt Institutionsleiter Roger Schnellmann. Jahre später wurde dieses aber obsolet, denn das Personal wollte immer weniger auf dem Areal wohnen. Man begann, dort erwachsene Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder mehrfachen Beeinträchtigung eine Heimat zu geben.

Die Renovation des alten Wohnheimes wurde schon im Vorfeld des Neubaus angekündigt. Es soll künftig 16 Zimmer enthalten. «Wir haben die Bewilligung vom Kanton für 14 Zimmer. 2 Zimmer werden Notfallzimmer sein.»

Zur Erklärung erwähnt Roger Schnellmann einen Anruf, den er kürzlich von einem anderen Wohnheim erhalten habe. Er wurde angefragt, ob er Platz für einen aktuell problematischen Zögling habe. «Gefragt war eine Art Timeout für den Zögling während einiger Zeit, um im Wohnheim selber wieder etwas Ruhe in den Betrieb bringen zu können.» Man verhindere so vielleicht, dass Zöglinge auf Akutstationen untergebracht werden müssen.

Anbau für Lift

Zwei Anbauten sind geplant. Südlich soll der Wohnraum erweitert werden. Und östlich dient ein Anbau für einen Bettlift. «Der bestehende Lift ist nicht geeignet für ein Behindertenheim. Zudem können mit dem Lift die beiden künftigen Wohngruppen unabhängig voneinander besucht werden», so Schnellmann.

Vor einigen Jahren plante man noch einen rudimentären Umbau in der Grössenordnung von etwas mehr als einer Million Franken. Jetzt habe man mit dem Neubau gemerkt, dass die Zimmer anders ausgestaltet werden müssen. «Der Vorstand hat ein Kostendach von 3,5 Millionen Franken bewilligt.»

Einen Teil der Kosten verschlingen Vorgaben der Gebäudeversicherung. So brauche es beispielsweise für jedes Zimmer Brandschutztüren. Die bestehenden Türrahmen genügen aber aus Gewichtsgründen nicht mehr und müssen auch ersetzt werden. Das sind immerhin 30 Türen. Andererseits will man aber auf dem Areal nicht eine Zweiklassengesellschaft einführen. «Alle bezahlen den gleichen Tarif und haben auch Anrecht auf ein ähnliches Angebot.»

Einweihung Mitte 2018

Die Spendentrommeln werden aber nicht mehr so heftig gerührt wie beim Neubau. «Wir hatten bei der Einweihung des Neubaus das Glück, dass viele Stiftungen mit Vertretern anwesend waren. Und wir haben einige Rückmeldungen erhalten, dass wir uns im neuen Jahr wieder mit einer Anfrage melden dürfen.»

Man wolle gezielt Sponsorengelder einholen, um der finanzierenden Bank genügend Eigenmittel geben zu können. Läuft alles optimal, wird schon im Frühling mit der Renovation gestartet. Einweihen möchte Schnellmann das renovierte Wohnheim Mitte 2018.

Damit ist aber das Ende der Bauerei auf dem Areal noch nicht erreicht. «Es hat halt mehrere Bauten, die 1972 eingeweiht wurden. Das Internat beispielsweise hat noch keinerlei Sanierung erfahren und ist als Nächstes dran.» Schnellmann nennt als Termin 2020. Und auch das Betriebsgebäude wurde bisher nur teilweise renoviert.