Feldbrunnen-St. Niklaus
«Wohnen am Dorfplatz» wird wahrscheinlich

Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz» hat zwei Hürden geschafft. Nun folgt bald das Baugesuch.

Urs Byland
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«Wohnen am Dorfplatz» in Feldbrunnen-St.Niklaus wird immer wahrscheinlicher

«Wohnen am Dorfplatz» in Feldbrunnen-St.Niklaus wird immer wahrscheinlicher

Urs Byland

Die Voraussetzungen stehen nicht schlecht, dass im Februar ein Baugesuch für das Wohnen im Alter aufgelegt wird. Als letzter Schritt vor der Baupublikation hat die Wohnen am Dorfplatz AG mit der Gemeinde den Grundstückskauf getätigt. Kurz vor Weihnachten wurde der Vertrag unterzeichnet. «Der Kaufprozess zog sich noch etwas in die Länge, bis alle Zusammenlegungen und Nutzungstransfers abgewickelt waren», erklärt Projektentwickler René Garo, der zusammen mit dem Architekturbüro Willy Steiner AG das Projekt lancierte.

Eine Woche zuvor, am 14. Dezember, wurde die Aktiengesellschaft Wohnen am Dorfplatz AG gegründet. Ihr Zweck ist die Realisierung des Projektes Wohnen am Dorfplatz mit der Erstellung altersgerechter Wohnungen Senioren und Familien in der Gemeinde sowie Kauf, Verwaltung, Bewirtschaftung, Vermittlung und Verkauf von Liegenschaften. Das Aktienkapital betrug bei der Gründung 150 000 Franken.

Es wird, laut René Garo, im Frühjahr 2017 auf 250 000 Franken erhöht. Zusätzliche Eigenmittel im Umfang von 2 250 000 Franken werden von den Aktionären in Form von Aktionärsdarlehen eingebracht. Die dann 1000 Aktien sind, so Garo, breit gestreut. Über 40 Parteien haben sich Aktien gesichert. Mit dabei im Verwaltungsrat sind neben Garo, Felix Truninger, Markus Graf Urs Schweizer und Pascal Steiner. «Mit der Gründung der Aktiengesellschaft und dem Kauf des Landes von der Gemeinde haben wir nun die Grundlagen, um das Baugesuch voranzutreiben», erklärt René Garo.

Die Vorgeschichte: Erstes Projekt endete vor Gericht

Die Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2015 das Projekt «jai alai» unerledigt abgeschrieben. Damit wurde damals ein Schlussstrich unter das Projekt Wohnen am Dorfplatz gezogen. Im Jahr 2009 war beschlossen worden, hinter dem Restaurant Durstiger Wanderer altersgerechte Wohnungen und Wohnungen für Familien mit günstigen Mietzinsen zu erstellen.

2013 wurde ein Wettbewerb durchgeführt, den ein Architektenteam aus Basel gewann. 6 Millionen Franken sollten für die Umsetzung eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und den Architekten erwies sich aber als schwierig und endete vor Gericht. Fortsetzung fand das Projekt an der a. o. Gemeindeversammlung am 25. April 2016, als der Gemeinderat zwei neue Varianten vorlegte. (uby)

Wegweisende Versammlung

Am 25. April 2016 fand die wegweisende ausserordentliche Gemeindeversammlung statt, an der ein Variantenentscheid getroffen wurde. An die Gemeindeversammlung kamen 130 Stimmberechtigte, denen zwei Varianten für die Bebauung des Brachlandes neben dem Durstigen Wanderer/Gemeindeverwaltung vorgestellt wurden.

Dabei soll die Gemeinde weder Bauherrin sein, noch soll es die Gemeinde etwas kosten. Der erschwingliche Wohnraum für ältere Personen aus Feldbrunnen-St. Niklaus und Familien mit Kindern steht dabei im Vordergrund. Die Investoren waren bereit, das Land hinter dem Restaurant Zum durstigen Wanderer der Gemeinde mit einem Ausnützungsziffertransfer zu 1,5 Mio. Franken abzukaufen und die entsprechenden Auflagen (16 Wohneinheiten, preisgünstiges Wohnen, Mietzinsgarantie, Vermietungskonzept mit Vorteilen für Bewohner aus Feldbrunnen-St. Niklaus, altersgerechte Dienstleistungen, Vermietung und kein Verkauf der Wohnungen) zu akzeptieren. Das Projekt von Steiner/Garo schwang mit 73 Stimmen zu 53 Stimmen obenaus.

Zuerst bewilligtes Baugesuch

Damals wurden die Anlagekosten auf 7,215 Millionen Franken beziffert. Aktuell sind 16 Wohnungen, davon 5 mit 2,5 Zimmern, 8 mit 3,5 Zimmern und 3 mit 4,5 Zimmern geplant. «Sobald die Baubewilligung vorliegt, werden wir auch mit dem Bau beginnen», erklärt René Garo. Dann startet auch die Vermietung der Wohnungen.

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