recherswil
Wohin wandert der SVP-Sitz?

Die Sitzverteilung im Gemeinderat Recherswil wird sich ganz sicher verändern, da eine Partei fehlt: Die SVP fand dieses Mal keine Kandidaten, die für den Gemeinderat antreten wollen.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Die Sitzverteilung im Recherswiler Gemeinderat wird sich ganz sicher verändern.

Die Sitzverteilung im Recherswiler Gemeinderat wird sich ganz sicher verändern.

Felix Gerber

Die Sitzverteilung im Gemeinderat Recherswil wird sich nach den Wahlen vom 21. Mai verändern. Die SVP, die jetzt noch mit Peter Wüthrich vertreten ist, tritt nicht mehr an. «Uns gibt es noch. Aber wir haben dieses Jahr keine Kandidaten gefunden, die für den Gemeinderat antreten wollten», meint er selbst auf Anfrage. Wüthrich war zehn Jahre lang im Gemeinderat, davon acht Jahre als Vizegemeindepräsident.

Die Kandidierenden der CVP

Samuel Flury (1986, Lohnunternehmer), Peter Jutzi (1981, Bauführer), Irene Rüfenacht (1974, Lehrerin).

Seit der Reduktion der Sitze auf die heutige Anzahl von sieben hat die CVP im Gemeinderat nie mehr als einen Sitz erobert. Zusätzlich muss sie dieses Jahr auch den Abgang ihrer bisherigen Gemeinderätin Maria Rothenbühler (nach acht Jahren) verkraften. Parteipräsident Roland Studer ist aber zuversichtlich. «Wir haben drei sehr gute Kandidaten gefunden.» Die CVP sei zufrieden mit der Auswahl, die sie präsentieren könne. Angesprochen auf den frei werdenden Sitz der SVP, meint Studer, dass die CVP diesen gerne holen würde. «Aber das dürfte sehr schwierig werden.»

Die Kandidierenden der SP

Peter Christen (1962, technischer Verkäufer, bisher), Hardy Jäggi (1966, Gemeindepräsident/selbstständig, bisher), Oleg Kaufmann (1973, Tanzschaffender), Matthias Nyffeler (1988, Polymechaniker i. A.), Karin Wimberger (1968, Teamleiterin).

Auch Peter Christen (SP-Parteipräsident) ist sich bewusst, dass der SVP-Sitz nicht einfach zu erobern ist. «Die FDP hat sechs Personen auf der Liste, die CVP bringt ebenfalls drei Leute. Alle sind valabel», meint er. Die SP ist mit drei Sitzen zurzeit die stärkste Partei. Sie muss zwar ebenfalls einen Abgang verkraften: Brigitte Knuchel tritt nicht mehr an. Sie war zwei Legislaturen lang im Gemeinderat engagiert, zuerst als Ersatz, dann als ordentliches Mitglied. «Wir wollen unsere drei Sitze sicher behalten und den Gemeindepräsidenten wieder stellen.»

Im Rahmen von schweiz.bewegt will die Partei mit verschiedenen Anlässen mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. So wird beispielsweise ein Litteringspaziergang durchgeführt. «Der Erhalt der gemeinsamen Schule, der öffentliche Verkehr, das Dorfzentrum», das seien Themen, die die SP mit der Bevölkerung gerne diskutiere.

Die Kandidierenden der FDP

Christian Erzer-Iten (1980, Unternehmer/Zimmermann, bisher), Jan Flückiger-Lüthy (1977, Schulleiter/Sportlehrer), Peter Gehrig (1974, Leiter Instandstellung), Daniel Murer (1957, Landwirt, bisher), Fabian Siegenthaler (1995, Student Rechtswissenschaften), Raffaela Siegenthaler (1981, Unternehmerin).

FDP will dritten Sitz

In einer komfortablen Situation ist die FDP. Sie kann mit den beiden Bisherigen antreten und präsentiert mit sechs Leuten die grösste Liste. Mit dem Motto «Freisinn bewegt» steigt die Partei in den Wahlkampf. «Wir haben tatsächlich schon einiges bewegt», meint Parteipräsident Jörg Aebischer. «Wir haben uns dafür eingesetzt, dass echte Wahlen stattfinden.»

Tatsächlich habe dies zu einem gesunden Wettbewerb unter den Parteien im Dorf geführt und alle hätten gute Kandidatinnen und Kandidaten gefunden. Während der Bewegungswoche schweiz.bewegt wird die FDP zudem auf der von ihr ins Leben gerufenen «Lutermoos-Runde» auch die Einwohner bewegen.

Das Wahlziel der FDP ist klar: «Wir möchten drei Sitze machen.» Die Partei engagiert sich im Wahlkampf unter anderem für eine fortschrittliche Schule und für eine kollegiale Gemeindeführung. Konkret spricht sich die FDP für das Milizsystem aus, wenn es um das Amt des Gemeindepräsidenten geht.