Es ist nie zu spät, hat sich der Gemeinderat gesagt, und der Teilrevision der Statuten Schwimmbad Eichholz zugestimmt. Die Revision stammt aus dem Jahr 2009. Darauf stiess der Gemeinderat, als er einen Austritt aus dem Badiverbund erwägte. Das war aber nicht das Thema an der Gemeinderatssitzung. Die Teilrevision wird nun der Gemeindeversammlung vorgelegt, obwohl, so Gemeindepräsident Manfred Küng, unklar sei, was für ein Papier das rechtlich gesehen sei.

Auch die Statuten der Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten (HOEK) wurden in zweiter Lesung genehmigt. «Wir haben die neuen Statuten bereits in der kleinen Ammännerkonferenz diskutiert und waren uns in diesem Gremium einig», so Küng.

Der Gemeinderat von Kriegstetten habe diese nun ebenfalls gutgeheissen. Ausstehend seien die Entscheide der beiden anderen Gemeinden. «Ich habe seit sieben Jahren gesagt, dass wir einen unwürdigen Vertrag haben, und mich für eine Änderung stark gemacht.» Eingeführt werden soll nun ein Delegiertensystem, mit dem keine Gemeinde majorisiert werden könne. Zudem soll das Vertragswerk offen gestaltet werden, damit bei Interesse andere Gemeinden der Kreisschule beitreten könnten.

Gemeindeverwaltung wohin?

Ein weiteres Kapitel soll in der räumlichen Situation der Gemeindeverwaltung geschrieben werden. Die Baukommission stellte mehrere Varianten vor, wie die räumliche Situation verbessert werden kann. Dabei wurden auch die bereits diskutierten Lösungen aufgewärmt. So die Variante, die Gemeindeverwaltung in der «Kreuz»-Küche zu platzieren, oder die Idee, die Gemeindeverwaltung ins Projekt Linde (Wohnen im Alter) zu integrieren.

Eine Variante bezieht den 1. Stock in der heutigen Gemeindeverwaltung mit ein. «Es soll aber kein Thronsaal für den Gemeindepräsidenten entstehen sondern beispielsweise ein Sitzungszimmer.» Problematisch sei bei dieser Variante, dass die Wohnung für die Flüchtlinge aufgegeben werden müsste. «Da entsteht dann sofort Druck, wenn man eine andere Lösung im Dorf suchen soll.»

Eine Idee sehe einen Pavillon neben dem bestehenden Gebäude der Gemeindeverwaltung vor. Und ebenfalls eine Möglichkeit sein könnte eine Integration der Gemeindeverwaltung in das geplante Bauvorhaben hinter dem Kreuzparkplatz. «Bei jeder dieser Varianten ist mit Kosten von 500'000 bis 600'000 Franken zu rechnen, wenn man sich nicht einmieten will.» Die Baukommission gebe aus politischen Überlegungen keine Empfehlung ab. «Der Ball ist beim Gemeinderat.» Dieser will noch im Mai einen Informationsanlass organisieren und die Bevölkerung zu den Varianten informieren.