Burghofnacht

Wo der Nussbaum und Kuhstall zu Bars werden

Die Burghofnacht in Aeschi findet nächsten Samstag statt.

In den nächsten Tagen verwandelt sich der Burghof wieder in einen Partytempel. Schon seit Jahren wird mit schwarz-weissen Holz-Kühen für die Party geworben. Und dies, obwohl Aeschlimanns gar keine Kühe mehr haben. Auch bei der 21. Ausgabe der Burghofnacht wird wieder mit den Örtlichkeiten des Bauernhofes gespielt. So verwandelt sich der ehemalige Kuhstall, der heute vor allem als Lagerraum dient, für eine Nacht in eine Indoor-Bar. Wenn das Wetter gut ist, stehen die Leute aber lieber draussen. Darum wird seit vielen Jahren vor dem Stall eine Bar rund um den Nussbaum gebaut. Dieser ist übrigens heuer voller Nüsse und es könnte durchaus sein, dass ab und zu eine herunterfällt.

Weniger Angst müssen die Gäste «im Hühnerstall», an der «Chatzen-Bar» oder «am «Söilitrog» haben. Zwar haben Aeschlimanns tatsächlich 60 Schweine, Bio-Schweine, wie Samuel Aeschlimann betont. Aber der Schweinestall liegt etwas weiter weg. Manchmal seien die Schweine noch auf der Weide, wenn die ersten Gäste eintrudeln. Aber sobald es dunkel werde, verziehen sie sich. Auch Hühner werden keine mehr gehalten. Dafür zwei neugierige Geissen.

Und wo könnte man eine Bar besser platzieren, als im «Jägermeister Waud»? Die Waldlichtung in der östlichen Ecke des Hofes wird normalerweise von einer Bauernhofspielgruppe genutzt. Nicht fehlen darf an der Burghofnacht das Maisloch. Bei der ersten Ausgabe der Party wurde tatsächlich ein Loch ins Maisfeld gemäht, damit man sich darin aufhalten konnte. In der Zwischenzeit wird der Mais von Anfang an so angesät, dass die Gäste von der grossen Scheune her problemlos nach draussen können.

Nach 21 Jahren hat man auf dem Burghof Übung, wenn es um die Burghofnacht geht. «Das Fest schränkt unseren Betrieb kaum ein», meint Samuel Aeschlimann. Mehrarbeit hat er allerdings heuer, weil die Kaffeestube in einem neuen Raum platziert wird. In einem Spycher, der in Niederönz abgebaut und auf dem Burghof neu aufgebaut wurde.

Selbstverständlich machen Aeschlimanns nicht die ganze Arbeit alleine. «Wir vermieten das Festgelände.» Für die Wirtschaft zeichnet Evi Schweizer (Restaurant Seeblick) verantwortlich. Die weiteren OK-Mitglieder stellt der Volleyballclub Aeschi. Der VBC Aeschi leistet auch den grössten Teil der Aufbauarbeit. Denn ohne Festzelt und Foodtrucks geht es bei 5000 bis 6000 Gästen nicht mehr.

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