Subingen

Wird die Grenze von 2 Mio. Franken schon bald geknackt?

Die Spendenaktion für den Erweiterungsbau des «Kontiki» in Subingen geht in das zweite Jahr. Knappe 2 von 5 Millionen sind bisher zusammen.

1,938 Mio. Franken wurden seit letztem Februar für den Erweiterungsbau des «Kontiki» in Subingen gesammelt. Fünf Millionen sollen es insgesamt werden. Beim Stand von 3 Mio. wollen die Verantwortlichen den Spatenstich ausführen. «Wir hoffen, dass dies schon im Sommer der Fall ist», erklärt Stiftungsratspräsident Hans Ruedi Ingold. Dieser zweigeschossige, L-förmige Ergänzungsbau soll südlich dem Hauptgebäude angefügt werden. Der Zwischenraum zwischen dem Wohnheim und dem Erweiterungsbau wird mit einem Glasdach verbunden und dient gleichzeitig als Eingangsbereich.

Der Erweiterungsbau ist dringend nötig, weil das «Kontiki» zu wenig Platz hat. Insbesondere der Druck auf die Tagesstätte und damit verbunden die Werkstätten ist in den letzten Jahren grösser geworden. «In der Tagesstätte werden heute 52 Personen betreut», erklärt Institutionsleiter Oscar Schmid. Das «Kontiki» hat aber die Bewilligung für 60 Plätze und diese könnten mit dem Erweiterungsbau angeboten werden. Die Ateliers der Tagesstätte sollen im Neubau im Erdgeschoss neu angeordnet werden und mehr Platz bekommen. Bereits jetzt ist ein Teil in provisorische Container ausgelagert worden.

Breit abgestütztes Patronat

Die Sammelaktion für das «Kontiki» wird von einem Patronatskomitee unterstützt. Diesem gehören unter anderem Regierungsrat Roland Heim (Präsident), Solothurns Stadtpräsident Kurt Fluri, die Kantonsräte Urs Ackermann, Peter Brotschi, Urs Huber, Michael Kummli, Marianne Meister, Verena Meyer-Burkhard, Michael Ochsenbein und Anita Panzer an. Dazu kommen Persönlichkeiten wie Rolf Büttiker, Lars Egger, Daniel Fohrler, Andreas Gasche, Ueli Kölliker, Hanspeter Latour, Stefan Müller-Altermatt, Fabian Schmid, Roger Siegenthaler, Christian Wanner, Walter Wirth, Roberto Zanetti und Thomas Zindel. Insgesamt engagieren sich über 50 Personen für das «Kontiki».

Spendenaktion ausweiten

Im vergangenen Jahr konnten bereits einige grosse Spenden vermeldet werden. «Wir erhoffen uns aber dieses Jahr weitere grosse Beträge», so Schmid. Einige der potenziellen Geldgeber hatten ihr Budget für 2018 bereits verplant, als die Anfrage des «Kontiki» eintraf und haben die Verantwortlichen auf heuer vertröstet. «Wir bleiben dran und schreiben auch noch weitere Stiftungen und Institutionen an», bestätigt Ingold. Zwei Privatpersonen sind im letzten Jahr bereits mit gutem Beispiel vorangegangen: Sie haben gemeinsam einen Betrag von 280'000 Franken gespendet, der für das neue Holz-Atelier eingesetzt werden soll. Tatsächlich können Sponsoren sich exakt definiert für einen bestimmten Bereich im Neubau engagieren.

Selbstverständlich sind auch Teilbeträge willkommen. Die Kosten für den Sinnesgarten beispielsweise, belaufen sich auf 230'000 Franken. Der neue Snoezele-Raum wird mit 160'000 Franken veranschlagt; der Musik- und Mehrzweckraum mit 400'000 Franken. Sponsoren sind aber auch für das Atelier Kreatives mit Textil (73'500 Franken), oder für das Atelier Sinnes-Küche (83'000 Franken) und das Atelier Haus und Garten (67'500 Franken) gesucht. Dazu kommen weitere Räumlichkeiten.

Präsenz an der Heso

Nun will man die Sammelaktion auch in der Bevölkerung bekannt machen. «Die grossen Sponsoren und Geldgeber sind natürlich wichtig für uns. Aber jeder kleine Betrag hilft uns ebenfalls weiter», so Ingold. Deshalb wird im kommenden Herbst auch die Heso (Herbstmesse Solothurn) genutzt. Das «Kontiki» darf sich innerhalb des Standes der Firma Saudan präsentieren. Marlies und Roger Saudan sind dem Heim seit vielen Jahren verbunden und gehören dem Patronatskomitee ebenfalls an.

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