Wenn die Gemeindeversammlung am 17. Juni grünes Licht gibt, soll das Schulhaus in Subingen bereits ab Oktober renoviert werden. Eine neue Aula, ein grösseres Lehrerzimmer, ein Lift und viele neue Klassenzimmer sind geplant.

Als Erstes muss der älteste Teil des Primarschulhauses weichen: Der mittlere Bereich des Schulhauses – dort, wo sich die Pausenhalle befindet – soll als Erstes rückgebaut werden. Anschliessend entsteht dort eine Aula mit 150 Sitzplätzen, die gegen aussen geöffnet werden kann und einen direkten Zugang ins Freie ermöglicht. Zudem werden drei Geschosse aufgebaut, also mehr als aktuell vorhanden sind. Ein grösseres Lehrerzimmer ist ebenso geplant wie neue sanitäre Anlagen, Büroräumlichkeiten, Gruppenräume und natürlich Klassenzimmer. «Zudem besteht die Möglichkeit, das Schulhaus in Zukunft noch weiter aufzustocken», erklärte Ratsmitglied Praveen Wyss, der das Projekt im Gemeinderat vorstellte. Das Schulhaus werde mit dem Umbau endlich rollstuhlgängig, über den Lift sind alle Bereiche hindernisfrei zu erreichen.

Rund fünf Millionen Franken wird der Um- und Anbau Schulhaus kosten. Ein komplett neuer Bau sei aus Kostengründen illusorisch und auch gar nicht nötig – während der älteste Schulhausteil ersetzt wird, könne man die beiden Bereiche daneben weiter nutzen, sie seien auch wesentlich jünger als der Mittelteil.

Strasse sperren?

Um den Schulbetrieb während der Renovationsphase gewährleisten zu können, will die Gemeinde die Provisorien der Gemeinde Gerlafingen übernehmen. Dort stehen nach dem Schulhausumbau verschiedene Container zur Verfügung. Abgesehen von Abbau, Transport und Wiederaufbau bekäme man diese kostenlos.

Das Projekt kam im Gemeinderat gut an. Besonders die zentrale Rolle der Aula, die nach aussen hin geöffnet werden kann, wurde herausgehoben. Der Rat diskutierte darüber, dass man allenfalls die Strasse davor für den Verkehr schliessen könnte. Um dies zu prüfen – und auch um die Parkplatzsituation einzubeziehen – wird nun ein Verkehrsplaner beigezogen.
Das Umbauprojekt wurde vom Gemeinderat einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt. Startet im Oktober der Bau, könnte das renovierte Schulhaus ab Dezember 2020 bezugsbereit sein.

Überschuss in der Rechnung

«Die Rechnung 2018 weist nach den planmässigen Abschreibungen einen erfreulichen Ertragsüberschuss von 851'000 Franken aus», erläuterte Finanzverwalter Roland Kummli. Das ist wesentlich mehr als budgetiert – erwartet wurde nämlich nur ein Überschuss von 11'800 Franken. Zurückzuführen ist der Überschuss vor allem auf die höheren Steuererträge, insbesondere bei den Nachzahlungen aus Vorjahren, und zwar sowohl bei den natürlichen als auch den juristischen Personen.

Kummli betonte, dass neben den höheren Einnahmen auch eine sehr gute Ausgabendisziplin herrsche. Sieben von zehn Rubriken schliessen unter den budgetierten Werten ab. In der Bildung wurden über 200'000 Franken weniger ausgegeben.

Im Weiteren besprach der Gemeinderat den Gestaltungsplan Bay-Areal, ein Resultat aus monatelangen Verhandlungen. Dazu findet am Dienstag eine öffentliche Mitwirkung statt. Ausserdem wurde Raphael Probst als neues Mitglied des Gemeinderates gewählt.