Gemeinderat
«Wir sind dabei»: Subingen baut eine Dreifachturnhalle für die Region

Der Gemeinderat von Subingen beschloss zuhanden der Gemeindeversammlung den Kredit zum Bau der Dreifachturnhalle auf dem Areal des Oberstufenzentrums Wasseramt-Ost und einen weiteren für einen «Ergänzungsbau» am Mehrzweckgebäude.

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Der Subinger Gemeinderat unterstützt den Bau des auf 8,3 Mio. Franken bezifferten Komplexes mit drei Sporthallen. (Alte Turnhalle)

Der Subinger Gemeinderat unterstützt den Bau des auf 8,3 Mio. Franken bezifferten Komplexes mit drei Sporthallen. (Alte Turnhalle)

Rahel Meier

Vor dem Traktandum zur Turnhallenfrage fand der positive Rechnungsabschluss 2017, den Finanzverwalter Roland Kummli erläuterte, nur kurze Würdigung. Er dankte, wie auch Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold für Disziplin und Verantwortungsbewusstsein bei allen am Haushalt Beteiligten. Mit Ausgaben von 13,7 Mio., einem Ertragsüberschuss von 1,2 Mio. vor Abschreibungen mit einer Gesamtsumme von 523'000 Franken, überzeugte das Ergebnis die Ratsmitglieder.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag, vom Gewinn der Erfolgsrechnung 600'000 Franken als Vorfinanzierung für Bauvorhaben im Umfeld Mehrzweckgebäude zu deklarieren und die restlichen rund 100'000 Franken ins Eigenkapital einzulegen, womit das Pro-Kopf-Vermögen pro Einwohner bei 734 Franken liegen würde. Kummli ging die verschiedenen Positionen durch, die das Resultat zusätzlich zu den stabilen Steuererträgen begünstigten. Alle Rubriken schliessen besser ab als budgetiert. Einsparungen ergaben sich unter anderen bei der Bildung und in der Sozialen Wohlfahrt im Betrag von zusammen rund 350'000 Franken.

Alleine um 119'000 Franken fielen die Beiträge an die Sozialregion Wasseramt-Ost günstiger aus. Die Gemeinde investierte für 615'000 Franken, und der Rat genehmigte die letztjährig erfolgte Teilsanierung Bahnhofplatz und die Kabelverteilkabine Erlenweg unter dem bewilligten Kredit. Langfristige Schulden trägt Subingen noch im Umfang von 6 Mio. Franken.

«Wir sind dabei»

Befragungen einer Arbeitsgruppe bei allen Ortsvereinen haben schon vor einiger Zeit ergeben, dass Subingen unterschiedlichste Raumbedürfnisse aufweist. Bekannt ist ebenso, dass das Oberstufenzentrum Wasseramt-Ost (OWO) mehr Turnhallen braucht. Hier liegt der Wunsch zumindest nach einer Zweifachturnhalle auf dem Tisch. Im Sinn einer Lösung, die vor allem kommunalen Aspekten dienen würde, hatte Architekt Pius Gisler als erste Option eine reizvolle Studie zum Bau einer 32 mal 19 Meter Grundfläche umfassenden Sporthalle angrenzend an das Mehrzweckgebäude (MZG) entwickelt, die er in visualisierter Form präsentierte.

Besonders gewinnend wirkte zugunsten eines multifunktionalen «Begegnungsplatzes» die dachartige, luftige Überdeckung zwischen MZG und der von ihm so genannten «Affolter-Arena». Sie beinhaltet laut Entwurf einen dreigeschossigen, 372 Quadratmeter grossen Teil, der für Sitzungsräume, Sportgarderoben – im Untergeschoss von aussen zugänglich – und den Sanitärbereich zu nutzen ist.

Der Gemeinderat hat:

- den Anhang zum Reglement über Grundeigentümerbeiträge und –gebühren für Quell- und Brunnenwasserbezüger, rückwirkend zum Jahresbeginn 2018, geändert;

- die Mehrwertabschöpfung in Höhe von 20 Prozent mit der zur Vorprüfung verabschiedeten Zonenplanung genehmigt;

- Julia Hostettler als teilzeitlich befristete Mitarbeiterin in der Verwaltung eingestellt und angemahnt, dass Fragen zur Personalplanung vor der Budgetphase gelöst sein müssen;

- einen Entscheid zur finanziellen Unterstützung der 30-köpfigen Ministrantengruppe der katholischen Pfarrei Subingen vertagt. Der Gemeindepräsident wird noch fehlende Informationen einholen – etwa auch zur Mitfinanzierung der geplanten Reise durch die Kirchgemeinde. Grundsätzlich war der Rat der Meinung, dass Jugendarbeit im Dorf Unterstützung verdient;

- offene Fragen zu den Verkehrsmassnahmen in Folge des Sagibach-Projektes mit Heinz Thomi (Amt für Tiefbau) geklärt. (gku)

Die anschliessende, intensive und langdauernde Diskussion im Rat spiegelte den Willen, eigene und regionale Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Die schon vielfach auch öffentlich diskutierte Idee, eine Dreifachturnhalle am OWO zu bauen, fand schliesslich einhelligen Support. «Wir machen mit.» Der Subinger Gemeinderat unterstützt den Bau des auf 8,3 Mio. Franken bezifferten Komplexes mit drei Sporthallen. Eine Halle soll für Schulwesen und Sportvereine selbst genutzt und die beiden anderen ans OWO vermietet werden.

Mit diesem Beschluss löste sich der Einzelhallenbau vorerst in Luft auf, zumal in Subingen auch noch weitere bauliche Aufgaben bevorstehen wie die Sanierung des MZG mit Ausbau von Küche und Kiosk. Im weiten MZG-Sportgelände fehlen aber weiterhin Garderoben und Sitzungsräume für verschiedenste Vereine. Deshalb entschied der Rat, aus dem Entwurf Gisler im Verzicht auf die Turnhalle nur den «Ergänzungsbau» (Arbeitstitel) in «abgespeckter» sprich kostengünstiger Form herauszulösen und dafür ein Raumprogramm für alle Vereine zu definieren.

Das Gremium überlegte sich, wie die Informationsstrategie für die Gemeindeversammlung angelegt werden soll. Eine Botschaft vorweg soll dem Souverän bei der Klärung helfen. Sofern die Stimmberechtigten nach Darstellung der verkraftbaren Tragbarkeit von Bau- und Folgekosten durch die Finanzverwaltung zustimmen, wäre gemäss Ingold ein Zeitrahmen zur Realisierung 2019-21 möglich.

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