Gemeinderat Buchegg

Will Aetigkofen eine Bühne in der Mehrzweckhalle?

Die Mehrzweckhalle Aetigkofen ist in die Jahre gekommen.

Die Mehrzweckhalle Aetigkofen ist in die Jahre gekommen.

Der Gemeinderat Buchegg diskutierte die Sanierung der Mehrzweckhalle Aetigkofen.

Wie weiter mit der sanierungsbedürftigen Mehrzweckhalle in Aetigkofen? Diese Frage diskutierte der Gemeinderat. Nachdem die Gemeindeversammlung vor zwei Jahren bereits einen Kredit von 90'000 Franken gesprochen hatte, ist klar geworden, dass dieser Betrag nicht reicht. Der Ersatz aller Fenster kostet gemäss groben Schätzungen wesentlich mehr, zudem stehen weitere Arbeiten an. Man hat deshalb eine Arbeitsgruppe gegründet, in welcher die Ratsmitglieder Samuel Marti und Bruno Bartlome mitwirken.

Die Arbeitsgruppe hat Fachleute zur Besichtigung der Halle eingeladen und von diesen Kosten-Schätzungen erhalten. Gesamthaft belaufen sich diese auf eine Summe von rund 333'000 Franken. Dieser Betrag soll verschiedene Sanierungsarbeiten decken, wobei der grösste Posten für den Ersatz aller Fenster und Türen am Gebäude vorgesehen ist. Allein dafür sind wahrscheinlich rund 200'000 Franken aufzuwenden. Kleinere Beträge betreffen zudem etwa die Heizungssteuerung und Heizungsventile, Stromtableau und Dach.

Braucht es eine Bühne?

Eine wesentliche Frage besteht darin, ob die Mehrzweckhalle künftig überhaupt noch eine Bühne braucht. Mit einer Schätzung von rund 60'000 Franken handelt es sich dabei nämlich um den zweithöchsten Kostenpunkt. Möglicherweise sei die Bühne aber gar kein Bedürfnis mehr, erklärte Ratsmitglied Samuel Marti. «In der Umfrage hat niemand explizit darauf hingewiesen, dass eine Bühne nötig sei», sagte er, wies aber darauf hin, dass sich wenige Leute an dieser Umfrage zur Mehrzweckhalle beteiligt hätten. Grundsätzlich sage die Umfrage aber aus, dass man die Halle erhalten möchte.

Während Samuel Marti den Antrag stellte, der Gemeindeversammlung nur die Sanierungsvariante ohne Bühne vorzulegen, beantragte Vizegemeindepräsident Thomas Stutz eine Variantenabstimmung. Da beide Anträge je drei Stimmen erhielten, fällte Sitzungsleiter und Vizegemeindepräsident Thomas Stutz den Stichentscheid. Damit werden der Gemeindeversammlung beide Varianten vorgelegt. Zuvor will man zuverlässige Offerten einholen. Vorerst werden 350'000 Franken provisorisch ins Budget aufgenommen.

Lebensraumaufwertung

Der Gemeinderat befürwortet ausserdem das nationale Förderprojekt Lebensraumaufwertung und Vernetzung im Bucheggberg. Dieses Projekt will die bestehenden Populationen von Wiesel, Amphibien, Reptilien und Libellen stabilisieren und vergrössern, sodass sie im Gebiet langfristig überlebensfähig sind. Unter Einbezug lokaler Begebenheiten sollen Hecken, Gebüsche, Asthaufen, Steinhaufen, Trockenmauern, Gräben, Tümpel , kleine Stillgewässer und Nassmulden detailliert geplant und umgesetzt werden. Der Gemeinderat genehmigte das von der Projektträgerschaft (Forstbetrieb Bucheggberg) beantragte Beitragsgesuch im Umfang von 5000 Franken. In Anbetracht der gesamten Projektkosten von fast 400'000 Franken sei dieser Beitrag minimal, so der Gemeinderat.

Im Weiteren hat der Rat der Generellen Wasserversorgungsplanung (GWP) zugestimmt, welche mittlerweile vom Kanton vorgeprüft wurde. Es handelt sich dabei um das Teil GWP Mühledorf und das GWP gesamt. Die Resultate der Vorprüfung enthalten keine wesentlichen Änderungen, sondern lediglich kleinere Präzisierungen. Diese hat der Gemeinderat diskutiert und teilweise in die Planung aufgenommen.

Am 20. Oktober beginnt nun die öffentliche Mitwirkung, welche bis 10. November läuft. Vorgesehen ist auch eine Infoveranstaltung, deren Termin noch publiziert wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1