Die Rechnung schliesst in Aeschi mit einem Ertragsüberschuss von 1,327 Mio. Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 392'754 Franken. Diese Besserstellung sei vor allem auf einmalige Ereignisse zurückzuführen, erklärte Gemeindepräsident Stefan Berger den 32 anwesenden Stimmberechtigten. So hat man 645'000 Franken mehr Steuern eingenommen, vor allem Nachzahlungen aus den Jahren 2014 und 2015. 247'000 Franken kamen als Subventionen für die Lehrerbesoldung aus dem Jahr 2015 einmalig dazu und schliesslich gab es einen Buchgewinn von 319'000 Franken aus dem Verkauf des alten Schulhauses auf dem Steinhof. Aus diesem Grund sollen 590'000 Franken zusätzlich abgeschrieben und der Restbetrag von 736'000 Franken dem Eigenkapital gutgeschrieben werden. Dieses beläuft sich per Ende 2016 auf 1,431 Mio. Franken.

«Zum guten Ergebnis hat auch beigetragen, dass das Geld diszipliniert ausgegeben wurde und dass nicht alle Projekte ausgeführt wurden», so Berger. Er wies zudem darauf hin, dass die Massnahmen, die der Kanton ergriffen habe, offenbar greifen würden. In der Rubrik Soziale Sicherheit seien die Beträge rückläufig.

Investiert wurde netto 1,022 Mio. Franken. Das Geld floss grösstenteils in die Sanierung der Kantonsstrassen, vor allem der Gallishofstrasse, aber auch in den Ausbau des Glasfasernetzes im Dorfteil Aeschi. Letzteres gab zu Fragen Anlass. Mehrere Einwohner aus dem Dorfteil Steinhof beschwerten sich, dass bei ihnen nicht auch investiert wird. Manchmal funktioniere das Internet tagelang nicht und auch die Qualität des Mobilfunknetzes lasse zu wünschen übrig. Berger konnte keine befriedigende Antwort geben. «Das Problem ist uns bewusst. Aber wir haben kein Leitungsnetz, in das wir Glasfasern einziehen könnten.» Ein komplett neues Netz zu bauen, sei sehr teuer. Und Swisscom sei offenbar zurzeit an einem Ausbau auch nicht interessiert.

Die Rechnung und die Nachtragskredite wurden einstimmig genehmigt.

Schulvereinbarung unbestritten

Die neu ausgehandelte Schulvereinbarung zwischen den fünf Gemeinden im äusseren Wasseramt wurde einstimmig genehmigt. «Nachdem wir als erste die Vereinbarung vor einem Jahr aufgekündigt haben, waren wir nicht mehr die besten Freunde aller Beteiligten», so Stefan Berger rückblickend.

In der Zwischenzeit habe man sich gefunden und beschlossen, den Kostenverteiler neu nicht mehr nach Einwohnerzahlen, sondern nach Lehrerpensen zu berechnen. Das gibt für Aeschi eine Entlastung von rund 200'000 Franken pro Jahr. Die Schulvereinbarung soll bereits auf den 1. Januar 2018 in Kraft treten. Das sei für die Führung der Rechnung am einfachsten. Darum will man der Gemeinde Bolken für das erste Halbjahr 2018 mit einem einmaligen Betrag von 100'000 Franken, wovon Aeschi etwas 40'000 tragen muss, entgegenkommen.

Zum Abschluss der Gemeindeversammlung wurde Heidi Kaufmann nach knapp mehr als 20 Jahren im Dienst der Gemeinde verabschiedet.

Stefan Berger informierte zudem darüber, dass sich der Gemeinderat intensiv mit der Sanierung der Turnhalle auseinandersetzt. Das Dach sei undicht und die Halle nur schlecht isoliert. «Wenn wir die Aussenhülle sanieren, dann sind die Innereien immer noch alt», meinte er. Auch die Vorschriften hätten sich geändert. Deshalb würden alle Varianten von der Sanierung bis zum Neubau geprüft.