Gemeinderat

Wie viel soll ein Gemeindepräsident verdienen? In Recherswil liegen Zahlen auf dem Tisch

Das Gemeindepräsidium wird in Recherswil im Nebenamt geführt. Wie viel der Präsident verdient, muss die Gemeindeversammlung aber erst noch absegnen.

Das Gemeindepräsidium wird in Recherswil im Nebenamt geführt. Wie viel der Präsident verdient, muss die Gemeindeversammlung aber erst noch absegnen.

Wie hoch soll das Salär des Gemeindepräsidenten von Recherswil sein und wie viel erhalten die Gemeinderäte für ihre Arbeit? Der Vorschlag der Arbeitsgruppe wurde genehmigt und wird noch der Gemeindeversammlung vorgelegt.

Nicht weniger als 34 Traktanden behandelte der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung, zwölf davon unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auf dem Tisch lag unter anderem der Vorschlag der Arbeitsgruppe Reorganisation für die Saläre 2019 der Exekutive. An der Gemeindeversammlung im Juni entschieden die Anwesenden, dass das Gemeindepräsidium im Nebenamt geführt werden soll. Noch nicht geklärt war, wie das Nebenamt abgegolten werden soll.

Der Vorschlag der Arbeitsgruppe sieht nun vor, dass der Gemeindepräsident pauschal 43'000 Franken erhält. In der Pauschale enthalten ist auch die Abgeltung für das zusätzliche Ressort, das der Gemeindepräsident im Gemeinderat übernehmen muss. Zusätzlich bekommt der Gemeindepräsident Sitzungsgeld. Die Gemeinderäte wiederum erhalten pauschal 5000 Franken für ihre Arbeit sowie das Sitzungsgeld.

Die Kalkulation für das Salär des Gemeindepräsidenten beruht auf einem Pensum von 25 Prozent. Das zusätzliche Ressort wird mit einem Aufwand von 5 Prozent gerechnet. «43'000 Franken für ein 30-Prozent-Pensum ist bei einer Basis eines Jahreslohns von 163'000 Franken nicht unrealistisch», erklärt Gemeindepräsident Hardy Jäggi. Er habe diesen Vorschlag akzeptiert, sagt Hardy Jäggi. «Beim Pensum gehen die Meinungen natürlich nach wie vor auseinander. Aber da sind wir nicht die einzige Gemeinde, in der das umstritten ist.» Der Vorschlag der Arbeitsgruppe wurde mit 6 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung genehmigt. Die Zahlen werden in die Dienst- und Gehaltsordnung von Recherswil eingearbeitet und abschliessend von der Gemeindeversammlung genehmigt.

Keine Erhöhung

Weniger Verständnis fand der Antrag der Kommission Umwelt und Liegenschaften, die das Pensum für Werkhofmitarbeiter um 20 Stellenprozente erhöhen wollte. «Jetzt versuchen wir seit längerer Zeit, mehr Stellenprozente in der Verwaltung zu erhalten, und die Angestellten schreiben seit geraumer Zeit akribisch ihren Aufwand auf, da sollen wir einfach diesen Antrag für mehr Stellenprozente durchwinken?», fragt der Gemeindepräsident. Auch beim Werkhof müssten Pensenerhöhungen genau geprüft werden.

Ressortleiter Christian Erzer nahm daraufhin das Traktandum zur Überarbeitung zurück. Erhöht wurde dafür das Pensum bei der Reinigung des Doppelkindergartens. «Das war zu erwarten. Wir haben vor dem Bau ein Pensum provisorisch festgelegt. Effektiv ist der Aufwand aber 1,5 Stunden pro Woche höher.»

Verkauf von Baufeld B

Gewöhnen müssen sich die Recherswiler bald an eine neue Berechnungsbasis für die Kehrrichtgrundgebühren. «Wir sind hier vielleicht ein wenig ein Exot», sagt Hardy Jäggi. Die Gemeinde verlangt die Gebühr pro Steuererklärung. Neu wird eine Gebühr pro Haushalt fällig. So gibt es neu eine Abgabe für Einfamilienhäuser. Bei Mehrfamilienhäusern wird die Anzahl Wohnungen berücksichtigt. Diese Neuerung muss aber noch an der Gemeindeversammlung bestätigt werden.

Positives kann der Gemeindepräsident vom Dorfzentrum berichten. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat der Gemeinderat entschieden, Baufeld B zu verkaufen. Der Verkaufsvertrag wurde genehmigt. Käufer ist das Alters- und Pflegeheim «Pergola» in Gerlafingen. Weil es am alten Standort an seine Kapazitätsgrenzen gestossen ist, zieht es nach Recherswil um und plant einen Neubau.

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