Hersiwil

Wie putzige Mäuse Kindern Mut machen

Ein erfolgreiches Duo mit viel Gespür für die kindliche Vorstellungskraft: Autorin Karin Norup-Schreier (rechts) und Illustratorin Annika Svensson.

Ein erfolgreiches Duo mit viel Gespür für die kindliche Vorstellungskraft: Autorin Karin Norup-Schreier (rechts) und Illustratorin Annika Svensson.

Im Näijere-Huus in Hersiwil stellte die Kriegstetterin Karin Norup-Schreier ihre zweite Erzählung für Kinder vor.

Die Kriegstetterin Karin Norup liebt offenbar Mäuse. Ihnen widmet sie mit «Benjamins’ Abenteuer» und dem neuen Buch «Benjamins und Anastasias Abenteuer im Schnee» zwei liebenswürdige Kinderbücher.

Karin Norup weiss als ausgebildete zahnmedizinische Praxisassistentin mit einer inzwischen 15-jährigen Tochter, wie man bei Kindern Vertrauen schafft. Sei es bei Ängsten vor der Behandlung oder in der Förderung von kindlichem Lebensmut.

Schwedische Illustratorin

Gerade Erzählungen über putzige Mäuse seien dazu angetan, unterstreicht sie. Zum Vergnügen ihrer selbst und den jeweils mit kleinen Geschichten bedachten Verwandten und Freunden habe sie beispielsweise zu Weihnachten häufig kleine Episoden verfasst. «Doch als ich durch meinen Mann Erik, der aus Schweden stammt, dort auf die Illustrationen von Annika Svensson aufmerksam wurde, war ich plötzlich sehr sicher, mit ihr gemeinsam Bücher für Kinder zu publizieren», so Karin Norup.

Und schon bald entstanden gemeinsam die beiden Bücher, die im Verlag Baeschlin in Glarus herausgegeben werden. Der Verkauf des ersten, vor zwei Jahren produzierten Buches sei bisher zufriedenstellend verlaufen, habe ihr der Verlag mitgeteilt und gerne die Fortsetzung mit «Benjamins und Anastasias Abenteuer im Schnee» übernommen.

Heitere Fantasie

Im Hersiwiler Näijere-Huus fand die Buchvernissage den passenden Rahmen. Karin Norup erzählte in Mundart den in Hochdeutsch geschriebenen Text und verband dies mit der grossformatig projizierten Einblendung von Illustrationen aus ihrem Buch. Ihre Tochter Gila Norup setzte dazu zauberhafte musikalische Akzente auf dem Klavier, in denen sie die Themen variationsreich aufnahm.

Solchermassen eingebettet sorgte das Märchen, das im Winter spielt, beim zahlreich aufmarschierten Publikum – darunter Kinder, Eltern und Grosseltern – für Aufmerksamkeit. Als Vorgeschmack auf das hier erwerbbare Bilderbuch zogen zudem die liebevollen und fantasiereichen Illustrationen von Annika Svensson nachhaltig in Bann. Die Künstlerin war eigens für diese Vernissage in die Schweiz gekommen. Mit vielen Einzelheiten setzt sie die Denkweise und Vorstellungswelt von Kindern um. In Schweden ist sie neben ihren Illustrationen bekannt als Designerin und als Gestalterin unterschiedlicher Kunstprojekte.

Abenteuerliche Ballonfahrt

Als Gastgeber hatte Georg Schmid, Leiter der Galerie Näijere-Huus, auf Mäuse als flinke, kleine Gesellen hingewiesen, die gerne alte Gebäude bewohnen. Denn das Mäusepaar Benjamin und Anastasie aus dem Bilderbuch haust glücklich im Keller eines Gutshauses. Im Schuppen nebenan wohnt die Ratte Franz, die den Beiden mit einem gefundenen, gasgefüllten Ballon eine Freude bereiten möchte.

Benjamin ist zu leicht dafür und wird davongetragen, bis der Ballon an einer Felsspitze platzt und er verzweifelt kopfüber baumelt. Anastasia gelingt es, ihm zu folgen und ihn mit der Hilfe eines Igels und eines klettertüchtigen Eichhörnchens zu retten. Als Benjamin wieder bei Kräften ist, kehren sie durch den dick gefallenen Schnee auf Ski nach Hause zurück. Nicht nur der fünfjährigen Eneya aus Oekingen und Alina aus Heinrichswil gefiel die Erzählung über die belebte Natur und die sympathischen Mäuse; der Beifall zeigte Anerkennung bei gross und klein.

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