Nach den Regenfällen der letzten Tage fliessen bis zu 496 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Aare herunter.

Das Wasserkraftwerk in Flumenthal kann aber nur 395 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zur Stromerzeugung nutzen. Die Aare führt also mehr Wasser, als das Kraftwerk zu Strom umwandeln kann. Deshalb fallen zur Zeit Wassermengen ungenutzt über das Stauwehr.

Natürlich würden die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Stromproduktion haben, sagt Andreas Meier, Mediensprecher von der Alpiq Gruppe. Mehr Wasser bedeute aber nicht zwingend mehr Strom. «Es gibt eine optimale Menge Wasser», sagt Meier.

Wasser fällt beim Wasserkraftwerk in Flumenthal über das Stauwehr

Wasser fällt beim Wasserkraftwerk in Flumenthal über das Stauwehr

Diese optimale Menge Wasser heisst Ausbauwassermenge. Diese wird normalerweise in Kubikmeter pro Sekunde angegeben. Sie sagt aus, wie viel Wasser bei einem Wasserkraftwerk durch dessen Turbinen abgeführt und damit zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt werden kann.

Dass diese Menge überschritten worden ist, freut so manche Passanten. Denn nur wegen der (zu) grossen Wassermengen konnten sie die eindrücklichen Bilder sehen, nur deshalb konnte man den «Wasserfall» in Flumenthal bestaunen.