Unterramsern

Wie heisst der Dorfteil richtig: Rüti, Rütti oder Rüteli?

Die Erschliessung des Dorfteils «Rüti» gab zu reden – vor allem wegen der Schreibweise.

Die Erschliessung des Dorfteils «Rüti» gab zu reden – vor allem wegen der Schreibweise.

Was nebst der erfreulichen Rechnung an der Gemeindeversammlung die Unterramserinnen und Unterramser bewegte.

22 Stimmberechtigte fanden sich in der alten Post zur Gemeindeversammlung ein. «Etwas weniger als auch schon», wie Gemeindepräsident Markus Menth feststellte. Dabei sei das Fussballspiel doch bereits zu Ende. «Also liegt es wohl daran, dass die Themen auf der Traktandenliste nicht gerade auf Interesse stossen.»

Die Statuten des Zweckverbandes Alterssitz Buechibärg mussten angepasst werden. Dies, weil nach den diversen Gemeindefusionen die Zuständigkeiten nicht mehr klar geregelt waren.

Mehr zu reden gab anschliessend die Genehmigung eines Nachtragkredits zur Erschliessung des Dorfteils «Rüti», in dem fleissig gebaut wird. Allerdings weniger der Kredit selber – dieser wurde einstimmig genehmigt – als die Frage nach dem korrekten Namen der Region. Das Architekturbüro und Ruedi Ziegler, der Finanzverwalter, verwendeten die Bezeichnung «Rüteli», was gar nicht goutiert wurde. So hiessen nämlich nur die Strasse und der Bach. Die Stelle selber aber heisse «Rüti». «Und auch nicht etwa «Rütti», wie es auf einem Wegweiser oder bei der Amtsschreiberei geschrieben steht», so der Tenor.

Keine «Postautolis»

Ziegler stellte anschliessend die Rechnung 2017 vor. Der Finanzverwalter alter Schule nutzte diese Gelegenheit, um den Anwesenden einen Crash-Kurs in Sachen Kreditwesen zu geben. Insbesondere der Kanton mit den seit einigen Jahren geltenden Mustervorschriften für die Finanzverwaltung bekam dabei sein Fett weg.

Anhand einer «Light-Version» der Rechnung philosophierte er über Sinn und Unsinn solcher Vorschriften. «Wir machen jedoch keine Postautolis. Also das unter den Tisch wischen der Hälfte aller Gelder. Wer will, erhält selbstverständlich eine vollständige Version der Rechnung.» Wie lange es wohl dauert, bis «Postautolis» ein stehender Begriff wird?

Die Rechnung selber wies einen erfreulichen Ertragsüberschuss von 166 448 Franken aus. Dieses Geld floss ins Eigenkapital. Da habe man mit 548 026 nun einen «ordentlichen Batzen» auf der Seite, so Ziegler.

Offener Bücherschrank

Ab Sommer soll auf dem Dorfplatz in Unterramsern ein offener Bücherschrank stehen. Anwohnerin Manuela Rothen äusserte diesen Wunsch. Sie werde dies auch gleich selber organisieren und zum Schrank Sorge tragen. Bedenken gab es wegen dem Standort. Und die Frage stand im Raum, ob der Schrank dann einfach als Entsorgungsstelle genutzt werden würde. «Man muss das halt einfach austesten», so Rothen.

Menth und der Gemeinderat standen hinter dem Vorschlag. «Wir finden es grundsätzlich gut, wenn das Dorfleben gefördert wird.» So werden die Bewohner von Unterramsern demnächst die Möglichkeit haben, rege Lesestoff miteinander auszutauschen. Nach einem Jahr wolle man dann eine Standortbestimmung durchführen. Menth dankte zum Schluss dem Gemeinderat für die Initiativbereitschaft und insbesondere der Gemeindeschreiberin Renate Schneider und dem Finanzverwalter Ruedi Ziegler.

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